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STANS: Naturfreunde begeben sich auf die Pirsch

Das Festival der Natur lockte Gross und Klein an. Und manch ein Besucher durfte ein persönliches Aha-Erlebnis feiern.
Während die einen Wildkräuter fürs Essen vorbereiten, nehmen andere beim Beobachtungsposten Vögel ins Visier. (Bild: PD)

Während die einen Wildkräuter fürs Essen vorbereiten, nehmen andere beim Beobachtungsposten Vögel ins Visier. (Bild: PD)

Zehn Organisationen stellten am Festival der Natur im Gnappiried in Stans ein vielfältiges Programm mit elf Anlässen auf die Beine. Immer im Mittelpunkt: die heimische Natur. Man hatte am vergangenen Sonntag bei schönstem Wetter die Qual der Wahl: Auf Pirsch ins Moor und den fleischfressenden Sonnentau kennen lernen? Oder doch lieber die Gelbbauchunke mal aus der Nähe beobachten? Oder gar mit der Spezialistin Käfer im Totholz suchen? Am beliebtesten war die Exkursion zu den Steinböcken auf den Pilatus, sie war rasch ausgebucht.

Bereits am Samstag machte sich eine kleine Gruppe auf, am Aawasserdamm entlang von Oberdorf bis Dallenwil invasive Neophyten zu entfernen. Am Abend trafen sich Interessierte, um jagende Wasserfledermäuse über dem See zu beobachten. Am Sonntag verrieten verschiedene Experten an den Infoständen viel Wissenswertes über die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Besonders gefragt waren das hautnahe Erleben von Gelbbauchunke, Bergmolch, Libellen und deren Larven und die Kurzexkursionen ins Gnappiried. Bereits um 6 Uhr morgens machte sich eine Gruppe auf die Vogelpirsch und entdeckte den Teichrohrsänger im Schilf. Andrea Egli, Co-Präsidentin der IG Haubenmeise: «Bis zum Ende des Tages wurden 30 weitere Arten beobachtet.» Viele Besucher machten sich unter kundiger Leitung auch auf, die «Spezialisten» von Hochmooren zu entdecken. So haben viele schon vom fleischfressenden Sonnentau gehört, aber kaum jemand hat ihn gesehen. Er ist so unscheinbar, dass er meist übersehen wird. Auch die Mooreidechse sonnte sich auf dem Pfad und bescherte den Besuchern ein schönes Erlebnis. Danach konnten sie sich in der Festwirtschaft stärken, die vom Hundesportverein geführt wurde.

Die Organisationen zeigen sich laut einer Mitteilung mit dem Anlass sehr zufrieden. Ingrid Schär, Exkursionsleiterin der Moorpirsch: «Unsere Besucher waren sehr interessiert an der Biodiversität vor ihrer Haustüre. Das hat mich enorm aufgestellt.» In der ganzen Schweiz sind am vergangenen Wochenende rund 850 Veranstaltungen im Rahmen des Festivals der Natur durchgeführt worden. (pd/red)

Besucher nehmen beim Beobachtungsposten Vögel ins Visier. (Bild: PD)

Besucher nehmen beim Beobachtungsposten Vögel ins Visier. (Bild: PD)

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