Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STANS: Nicht nur Flugzeuge entstehen bei Pilatus

Vor rund 15 Jahren wurde der erste Simulator entwickelt. Heute stehen fast 60 solcher Trainingssysteme weltweit im Einsatz und werden für die Pilotenausbildung genutzt.
Amanda Amstad
In einem Simulator wird eine Mission geflogen. (Bild: PD)

In einem Simulator wird eine Mission geflogen. (Bild: PD)

Amanda Amstad

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Viele wissen gar nicht, dass die Pilatus Flugzeugwerke AG nicht nur Flugzeuge entwickelt. Laut der neusten «Pilatus Post» werden in der Produktionsstätte in Stans ganze Trainingssysteme hergestellt. Ein wichtiger Teil dieser Systeme sind Simulatoren und die dazugehörende Software, welche Luftwaffen für eine effiziente Ausbildung ihrer Piloten benötigen. Pilatus entwickelt, konfiguriert und testet diese Simulatoren in Stans, bevor sie von den Kunden abgenommen werden, heisst es im firmeneigenen Magazin.

Luftszenarien in sicherer Umgebung üben

Mit den Trainingssystemen können die Piloten in den Flugzeugsimulatoren diverse Schulungen absolvieren und Situationen durchspielen. Ziel ist es, dass sie virtuelle Missionen in einem sicheren Umfeld am Boden üben und möglichen Szenarien in der Luft ausgesetzt werden können.

Jede Luftwaffe nutzt für ihre Piloten individuelle Ausbildungsprogramme. Aus diesem Grund entwickelt Pilatus spezifisch auf den Kunden zugeschnittene Trainingssysteme. Früher bezogen sie die meisten Komponenten der Simulatoren von verschiedenen Lieferanten. Heute wird die gesamte Software, die das Flugzeug direkt betrifft, in Stans entwickelt. Dafür gibt es ein spezialisiertes Team, welches sich aus Mitarbeitern aus 16 Nationen zusammensetzt. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Konstruktion des Cockpits, die Entwicklung der dreidimensionalen Modelle der landschaftlichen Umgebung und die Produktion von realen Ge­räuschen.

Entwickler machen sich selber ein Bild vor Ort

Jeder Kunde, der ein Trainingssystem bestellt, verfolgt ein anderes Ziel. Laut Roberto Fontana, Abteilungsleiter Trainingssys­teme, wird für die gesamte Entwicklung rund zwei Jahre benötigt. Sobald die ersten Skizzen, Ideen und Grafiken erstellt sind und somit die Eckpfeiler stehen, geht es an die Umsetzung. Gemäss «Pilatus Post» wird während des gesamten Entwicklungsprogramms der Kunde mitein­bezogen. Dementsprechend wird auch die 3D-Datenbasis, die auf die Leinwand projiziert wird, gemeinsam mit dem Kunden definiert. Die Entwickler reisen dafür ins Land des Kunden und fotografieren die gewünschten Objekte in der Region. Anschliessend werden diese in Stans als visuelle Umgebung programmiert. Um den Erfolg zu garantieren, wird bei der Auslieferung des Simulators auch ein Pilatus-Mitarbeiter zur Verfügung gestellt, der während vier Monaten für die Installation beim Kunden eingesetzt wird.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.