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STANS: Nidwaldner Gericht spricht Mann der sexuellen Nötigung schuldig

Das Kantonsgericht hat ein deutliches Zeichen gesetzt und einen Mann wegen sexueller Nötigung verurteilt. Dies ganz im Sinne der Staatsanwaltschaft.
Kurt Liembd
Gerichtssaal im Rathaus in Stans. (Archivbild: Markus von Rotz)

Gerichtssaal im Rathaus in Stans. (Archivbild: Markus von Rotz)

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Es war eine sexuelle Begegnung mit schlimmen Folgen (wir berichteten am 5. Februar). Im Sommer 2013 missbrauchte ein damals 20-jähriger Mann eine Frau (damals 21) an der Seepromenade bei der Ermitage in Beckenried. Dabei fügte er ihr schmerzhafte und blutige Verletzungen im Bereich ihrer Piercings an den Brüsten und im Intimbereich zu. Zudem zwang er sie zum Oral­verkehr. Danach legte er ihr ein Schweigegebot mit Drohung auf, sodass sich die verängstigte Frau erst nach fast drei Jahren getraute, Anzeige zu erstatten.

An der rund sechsstündigen Gerichtsverhandlung vom 1. Februar rekonstruierte das dreiköpfige Kantonsgericht unter der Leitung von Livia Zimmermann den Sachverhalt. Das nun erschienene Urteil fiel zu 100 Prozent im Sinne der Staatsanwaltschaft aus. Der Mann wird schuldig gesprochen und zu einer Busse von 2000 Franken sowie einer bedingten Gefängnisstrafe bei einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt. Zudem muss er der Frau eine Genugtuung von 7000 Franken zahlen. Das sind 10'000 Franken weniger, als ihre Rechtsbeiständin verlangt hatte.

Der Verurteilte selbst hatte einen Freispruch verlangt und die Forderung gestellt, dass er selbst eine Genugtuung von 5000 Franken erhalten solle. Nun hat das Gericht ganz anders entschieden, und ihm sogar die Verfahrenskosten von über 27'000 Franken auferlegt. Da er aber mittellos ist, müssen die Honorare der Anwälte von den Steuerzahlern übernommen werden. Verteidiger André Britschgi kassiert aus der Staatskasse rund 8200 Franken, Viviane Lüdi aus Zürich, die Rechtsbeiständin der Frau, rund 13'000 Franken.

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