STANS: Pensionskasse soll voll kapitalisiert werden

Die Nidwaldner Pensionskasse soll Anfang 2014 einen Deckungsgrad von 100 Prozent aufweisen. Dies beantragt die Regierung dem Parlament im Entwurf zum neuen Pensionskassengesetz. Zudem sollen künftig die Arbeitgeber stärker belastet werden als früher.

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Rentner der Nidwaldner Pensionskasse müssen früher verzichten (Symbolbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Rentner der Nidwaldner Pensionskasse müssen früher verzichten (Symbolbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Durch die Totalrevision des kantonalen Pensionskassengesetzes soll die Nidwaldner Pensionskasse per 1. Januar 2014 einen Deckungsgrad von 100 Prozent erreichen und vor der Verselbständigung voll kapitalisiert werden. Die Staatsgarantie soll wegfallen. Wertschwankungsreserven muss die Kasse künftig selber erarbeiten, wie es in einer Mittelung des Kantons Nidwalden vom Freitag heisst.

Bei der Nidwaldner Pensionskasse waren Ende des vergangenen Jahres 2459 Personen versichert. Der Deckungsgrad der Pensionskasse lag Ende 2012 gemäss Jahresbericht bei 90,7 Prozent. Die Unterdeckung betrug 57,8 Millionen Franken.

Es sei damit zu rechnen, dass die Ausfinanzierung der Kasse allenfalls weniger Mittel beanspruchen werde als ursprünglich angenommen, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Kanton rechnet im laufenden Jahr mit einer weiteren Verbesserung des Deckungsgrads.

Der Regierungsrat beantragt mit der Vorlage auch, das Leistungsziel zu senken. Demnach sollen die Renten künftig 56,8 statt 60 Prozent des früheren Lohnes erreichen. In der Vernehmlassung sah die Regierung noch eine Senkung des Leistungsziels auf 55 Prozent vor.

Bei den besonderen Sparplänen soll im Gesetz auf ein Beitragsverhältnis zwischen Arbeitgebern und -nehmern verzichtet werden. Der Verwaltungsrat der Kasse soll festlegen, aus welchen Sparplänen die Arbeitgeber wählen dürfen.

Bei den wiederkehrenden Spar-, Risiko- und Teuerungsbeiträgen sollen die Arbeitgeber 51,1 Prozent beitragen, die Arbeitnehmer 48,9 Prozent. Bisher lag das Verhältnis bei 50,7 zu 49,3 Prozent.

Der Bund verlangt von den Kantonen, dass ihre Pensionskassen rechtlich und organisatorisch selbständig arbeiten. Bis Ende 2013 muss das geänderte Bundesrecht über die finanzielle Sicherheit der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen in den Kantonen umgesetzt werden. (sda)