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STANS: Pilatus produziert nun eigenen Strom

Auf dem Dach ihrer neuen Produktionshalle liefern Solarzellen bis zu 1050 Kilowatt. Damit haben die Pilatus-Flugzeugwerke die grösste Solaranlage Nidwaldens.
Matthias Piazza
Die neue Solaranlage der Pilatus-Flugzeugwerke auf dem Dach der Produktionshalle. (Bild: PD (Stans, 30. Oktober 2017))

Die neue Solaranlage der Pilatus-Flugzeugwerke auf dem Dach der Produktionshalle. (Bild: PD (Stans, 30. Oktober 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Diesen Herbst ging auf dem Dach der Autobahngalerie in Stansstad die damals grösste Solaranlage des Kantons ans Netz – genug, um 200 Vierpersonen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Den Titel konnte die Stansstader Anlage nicht lange für sich beanspruchen. Vor wenigen Wochen nahmen die Pilatus-Flugzeugwerke auf dem Dach einer Werkhalle eine 6000 Quadratmeter grosse Anlage in Betrieb, die mit ihrer Leistung von bis zu 1050 Kilowatt und 945'000 Kilowattstunden pro Jahr als zurzeit grösste Solaranlage im Kanton gilt. Zusammen mit den Solarzellen auf dem Dach des neuen Hochregallagers können die Pilatus-Flugzeugwerke damit rund 10 Prozent ihres jährlichen Strombedarfs decken.

«Wir bekennen uns schon seit langem zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Durch den Bau der neuen Produktionshalle ergab sich eine optimale Gelegenheit, um eine solche Fotovoltaikanlage zu realisieren», sagt dazu Chris Rambousek, der als Assistent des CEO der Pilatus-Flugzeugwerke für das 1,5 Millionen Franken teure Projekt zuständig ist. An sonnigen Tagen decke die Anlage auf dem Dach den gesamten Strombedarf der Produktionshalle ab und versorge auch weitere Gebäude mit Energie.

Auf Fliegerei wird Rücksicht genommen

In rund zwei Monaten wurden 3675 Module montiert und 37 Kilometer Kabel verlegt. Wegen des Flugplatzes in der Nähe mussten auch die Aspekte der Flugsicherheit berücksichtigt werden. «So wurden beispielsweise spezielle Fotovoltaikmodule mit einer Antireflexbeschichtung gewählt, damit die Piloten nicht geblendet werden», führt Chris Rambousek weiter aus. Die baulichen Voraussetzungen beschreibt er als ideal. «Wegen des leicht gewölbten Bogendachs konnten wir die Solarzellen auf der Nord- und Südseite montieren.»

Weitere Solaranlagen seien auf dem Firmenareal zurzeit keine geplant. «Wenn sich eine gute Gelegenheit ergibt, werden wir sicherlich zusätzliche Installationen in Betracht ziehen. Wichtig ist jeweils, dass der Aufbau einer Anlage die laufende Flugzeugproduktion nicht beeinträchtigt.»

Vor sieben Jahren wurde auf dem Länderpark in Stans die damals grösste Fotovoltaik-Anlage der Zentralschweiz mit einer Leistung von 570 Kilowatt in Betrieb genommen.

Mit 2550 Kilowatt und 2220 Millionen Kilowattstunden pro Jahr können die drei grössten Solaranlagen Nidwaldens (Länderpark, Autobahngalerie und Pilatus-Flugzeugwerke) den Energiebedarf von 800 Haushalten abdecken, wie BE Netz AG schreibt, welche die Anlagen auf dem Autobahndach und bei den Pilatus-Flugzeugwerken projektierte und umsetzte.

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