STANS: Pilatus-Werke mit Rekord im Krisenjahr 2009

Die Pilatus Flugzeugwerke AG in Stans verbucht für 2009 mit 78 Millionen Franken das höchste Betriebsergebnis aller Zeiten. Auswirkungen hatte die Finanzkrise auf den Bereich der Geschäftsflugzeuge.

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Stefan Walker, Flugzeugelektriker bei den Pilatus Flugzeugwerken in Stans, bei der Arbeit an einer PC-12. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Stefan Walker, Flugzeugelektriker bei den Pilatus Flugzeugwerken in Stans, bei der Arbeit an einer PC-12. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Pilatus Flugzeugwerke AG weist laut Mitteilung «ausgerechnet im ?Krisenjahr? 2009» ein Rekordergebnis aus. Mit 78 Millionen Franken verbucht der Flugzeugbauer «das höchste Betriebsergebnis aller Zeiten».

Der Superlative nicht genug, habe das Unternehmen ausserdem eine Rekordzahl von 100 PC-12 NG ausgeliefert und mit dem Auftrag für 25 PC-21-Flugzeuge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sei der grösste Einzelauftrag in der Geschichte von Pilatus eingegangen.

Kurzarbeit, Rückgang der Bestellungen
Doch die Pilatus Flugzeugwerke AG war trotz des Erfolgs auch von der weltweiten Krise betroffen: Der Auftragsbestand im Geschäftsflugzeug-Bereich ist zurückgegangen, der Bestellungseingang sei nach wie vor stockend, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Herbst 2009 führte Pilatus für einen Teil der Mitarbeiter Kurzarbeit ein.

Das Unternehmen wolle trotz schwieriger Zeiten die Zahl der Auszubildenden hoch halten. Im Berichtsjahr seien es 99 Lernende gewesen, die in neun verschiedenen Lehrberufen ausgebildet wurden.

«Harzige» Auftragslage
Die Aussichten für 2010 sieht die Pilatus Flugzeugwerke AG skeptisch: «Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch nicht vorbei.» Es werde weiter versucht, neue Aufträge zu erhalten, «doch es harzt immer noch».

Erklärtes Ziel ist es laut Mitteilung, den Absatz des PC-12 NG für das laufende und das kommende Jahr sicherzustellen. Zudem sei geplant, 2010 den Personalbestand um 100 Mitarbeiter zu erhöhen.

ana