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STANS: Res Schmid tauscht Uniform gegen Jeans

«Frau Regierungsrätin, Oberst Schmid!» Ausgerechnet seine Amtskollegin Karin Kayser stand ihm als Sicherheitsdirektorin gegenüber, als sich Bildungsdirektor Res Schmid am Freitag ein letztes Mal mit militärischem Gruss anmeldete.
Ein spezieller Moment: Res Schmid meldet sich bei seiner Regierungsratskollegin Karin Kayser ab. Bild: Edi Ettlin (Stans, 3. Februar 2017)

Ein spezieller Moment: Res Schmid meldet sich bei seiner Regierungsratskollegin Karin Kayser ab. Bild: Edi Ettlin (Stans, 3. Februar 2017)

Der feierliche Anlass des Kreiskommandos Nidwalden im Rathaus Stans setzte sozusagen das i-Pünktchen auf eine bemerkenswerte militärische Karriere.

Bereits ein Jahr nach der Rekrutenschule wurde Schmid 1979 Militärberufspilot. Er flog mit der Kunstflugstaffel Patrouille Suisse, wurde Testpilot und sass als einer der ersten Schweizer im Cockpit des F/A-18. Schliesslich stieg er zum Chef-Testpiloten der Armasuisse auf. Inzwischen arbeitet Schmid neben seinem Regierungsmandat im Nebenamt als Berater im VBS. Doch das ist ein ziviler Job.

Dass er jetzt auch die Milizuniform an den Nagel hängt, ist für den Vollblutaviatiker ein Einschnitt. «Man trennt sich von einem Teil des Lebens.» Es ist ein Teil, der ihn geprägt hat. «Ans Militär habe ich vorwiegend schöne Erinnerungen», sagt Schmid zufrieden, fügt aber sofort nachdenklich hinzu: «Die Uniform habe ich aber auch an Beerdigungen von Kameraden getragen.»

Erste Feier in dieser Art

Doch an seinem letzten Tag im «Tenü Ausgang» gab es Grund zum Feiern. Zum ersten Mal ehrte der Kanton die entlassenen Offiziere zusammen mit jenen, die im vergangenen Jahr befördert worden sind. Im Beisein von Vertretern aus Armee und Politik wurden auch jene jungen Wehrmänner geehrt, die bei der Rekrutierung die besten Sportresultate erreicht haben.

In ihrer Ansprache kam Karin Kayser auf die Uniformen zu sprechen, welche die Entlassenen nun definitiv gegen Jeans eintauschen, und sagte: «Etwas legen Sie heute aber sicher nicht ab: die Verantwortung.» Damit meinte sie die staatsbürgerliche Verantwortung, welche die Entlassenen schon zuvor wahrgenommen haben. Dafür bedankte sie sich, und Kreiskommandant Theo Küchler fügte an: «Ihr habt Bereitschaft gezeigt, die Schweiz und ihre Bevölkerung zu schützen.»

Edi Ettlin

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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