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STANS: Schillernder Tanz auf drei Leinwänden

Die Künstlerin Thaïs Odermatt animiert an den Musiktagen mit einer faszinierenden Videoinstallation. «Tanze!» lautet ihre Aufforderung.
Romano Cuonz
Schattenbild an der Rückwand des Tanzzeltes: Mit einer fantastischen Videoinstallation fordert Thaïs Odermatt an den Musiktagen Jung und Alt zum Tanzen auf. (Bild Romano Cuonz)

Schattenbild an der Rückwand des Tanzzeltes: Mit einer fantastischen Videoinstallation fordert Thaïs Odermatt an den Musiktagen Jung und Alt zum Tanzen auf. (Bild Romano Cuonz)

Romano Cuonz

Auf einer grossen Leinwand – unmittelbar unter dem Winkelried-Denkmal – flimmern, schimmern und schillern im Discoscheinwerferlicht Bilder in tausend Farben. Und mitten auf diesem bewegten Farbkarussell bewegen sich Tänzerinnen und Tänzer jeden Alters. Das Publikum der Stanser Musiktage, das an dieser Stelle rege zirkuliert, bleibt vor der kleinen Schaubude unweigerlich stehen. Gebannt guckt man auf die Leinwand. Oder halt ins Innere der Bude. Dort versuchen Männer, Frauen und vor allem auch Kinder die Bewegungen eines virtuellen Vortänzers auf einem Bildschirm nachzumachen. Die gängige Popmusik dazu kommt aus den Kopfhörern. Die Filmkamera surrt! Mit der Zeit entdecken die Zuschauer gar, dass auf einer weiteren Leinwand (an der Rückwand des Zelts) auch noch Schattenbilder der Tanzenden zu sehen sind.

Das Nidwaldner Museum fordert an den Stanser Musiktagen... (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)Das Nidwaldner Museum fordert an den Stanser Musiktagen... (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)
... mit einer phantastischen Videoinstallation von Thais Odermatt Jung und Alt zum Tanzen auf. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)... mit einer phantastischen Videoinstallation von Thais Odermatt Jung und Alt zum Tanzen auf. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)
Thais Odermatt (links) mit der Videoinstallation. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)Thais Odermatt (links) mit der Videoinstallation. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)
Hindi Zhara bei ihrem Auftritt an den Stanser Musitagen im Kollegi Stans. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)Hindi Zhara bei ihrem Auftritt an den Stanser Musitagen im Kollegi Stans. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Mbongwana Star eröffnet mit seinem Konzert im Kollegium die Stanser Musiktage. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)Mbongwana Star eröffnet mit seinem Konzert im Kollegium die Stanser Musiktage. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Rhythmen aus Kongo in Stans. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)Rhythmen aus Kongo in Stans. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Chrimafrä und Ländler... (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)Chrimafrä und Ländler... (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
... eröffnen mit einem Konzert am Dorfplatz die Stanser Musiktage 2016. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)... eröffnen mit einem Konzert am Dorfplatz die Stanser Musiktage 2016. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Mit viel Herzblut und bei Wind und Wetter unterwegs. Fünf Abende lang sind zwei junge Frauen damit beschäftigt, als lebendige Sammelbox finanzielle Mittel zu generieren, um die SMT zu unterstützen. Wer etwas einwarf, durfte sich eine kleine Plastikrolle nehmen. Darin befand sich ein Teilnahmeschein für einen Wettbewerb. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Mit viel Herzblut und bei Wind und Wetter unterwegs. Fünf Abende lang sind zwei junge Frauen damit beschäftigt, als lebendige Sammelbox finanzielle Mittel zu generieren, um die SMT zu unterstützen. Wer etwas einwarf, durfte sich eine kleine Plastikrolle nehmen. Darin befand sich ein Teilnahmeschein für einen Wettbewerb. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Im «Engel Club» startet jeweils das Nachtprogramm. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Im «Engel Club» startet jeweils das Nachtprogramm. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Impressionen (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Impressionen (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Auf dem Heimweg. Nach einem erfüllten Konzert im Kollegisaal jetzt noch auf ein Glas ins Weinzelt..... (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Auf dem Heimweg. Nach einem erfüllten Konzert im Kollegisaal jetzt noch auf ein Glas ins Weinzelt..... (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Fanfare Shukar. Zehn Mann aus Rumänien brachten die Stanser Metropole zum Kochen; dies alles nach 30 Stunden Busfahrt! (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Fanfare Shukar. Zehn Mann aus Rumänien brachten die Stanser Metropole zum Kochen; dies alles nach 30 Stunden Busfahrt! (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Fanfare Shukar. Zehn Mann aus Rumänien brachten die Stanser Metropole zum Kochen; dies alles nach 30 Stunden Busfahrt! (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Fanfare Shukar. Zehn Mann aus Rumänien brachten die Stanser Metropole zum Kochen; dies alles nach 30 Stunden Busfahrt! (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Ein Lächeln versüsst den Abend noch mehr im Desserzelt. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Ein Lächeln versüsst den Abend noch mehr im Desserzelt. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Impressionen zur «Blauen Stunde». (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Impressionen zur «Blauen Stunde». (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Impressionen zur «Blauen Stunde» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Impressionen zur «Blauen Stunde» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Einheimisches Schaffen mit «Hebdide». (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Einheimisches Schaffen mit «Hebdide». (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Immer eine Anlaufstelle für hungrige SMT-Besucher: die Foodzone, die sich am Mittwoch ins Freie verlagerte. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Immer eine Anlaufstelle für hungrige SMT-Besucher: die Foodzone, die sich am Mittwoch ins Freie verlagerte. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid, Sänger der Umayyaden-Moschee in Damaskus. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)Noureddine Khourchid, Sänger der Umayyaden-Moschee in Damaskus. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Immer eine Anlaufstelle für hungrige SMT-Besucher: die Foodzone. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Immer eine Anlaufstelle für hungrige SMT-Besucher: die Foodzone. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Immer eine Anlaufstelle für hungrige SMT-Besucher: die Foodzone. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Immer eine Anlaufstelle für hungrige SMT-Besucher: die Foodzone. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Colleen aus Frankreich. Ihre Musik brachte eine träumerische Note in den Engelsaal. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Colleen aus Frankreich. Ihre Musik brachte eine träumerische Note in den Engelsaal. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Colleen aus Frankreich. Ihre Musik brachte eine träumerische Note in den Engelsaal. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Colleen aus Frankreich. Ihre Musik brachte eine träumerische Note in den Engelsaal. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Colleen aus Frankreich. Ihre Musik brachte eine träumerische Note in den Engelsaal. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Colleen aus Frankreich. Ihre Musik brachte eine träumerische Note in den Engelsaal. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Chrimafrä brachten am Dienstag die Volksmusik auf den Stanser Dorfplatz. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))Chrimafrä brachten am Dienstag die Volksmusik auf den Stanser Dorfplatz. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
36 Bilder

Stanser Musiktage

Kunstwerk mit langer Geschichte

Eine lebendig lustige Performance auf kleinem Raum. Ein gewaltiges Spektakel, dem sich kaum einer oder eine entziehen kann. Und, liest man dann, auf dem nicht minder schillernden Plakat der Filmkünstlerin Thaïs Odermatt die Aufforderung «Treten Sie ein und tanzen Sie mit!», ist die Versuchung gross, selber Tanz-Star auf den Leinwänden zu werden.

«Performances oder Installationen wie dieses faszinierende Tanzspiel gehen auf eine seit Jahren bestehende Zusammenarbeit zwischen dem Nidwaldner Museum und den Stanser Musiktagen zurück», erklärt Stefan Zollinger, Leiter des Amts für Kultur und des Museums. Und er ist begeistert, auch wenn er das Zuschauen dem Tanzen vorerst einmal vorzieht. Die Künstlerin oder der Künstler, die das Plakat gestalten, würden zu solchen Arbeiten animiert, sagt er. Wenn immer möglich auf dem Dorfplatz. Für die Filmkünstlerin Thaïs Odermatt war es ein ungewohnt langer Weg. «Im Sommer 2014 fragten mich die Organisatoren der Stanser Musiktage an, ob ich ein Plakat für die Musiktage entwerfen wolle», erzählt sie. Darauf sei sie voll Freude an die Arbeit gegangen. «Ich habe in Berliner Discos und Bars zahlreiche Videoaufnahmen gemacht, doch dann wurden die Musiktage 2015 abgesagt.» Umso glücklicher ist die in Berlin lebende Oberdorferin, dass es nun doch noch geklappt hat. Auf dem Stanser Musiktage-Plakat, das zurzeit überall zu sehen ist, arbeitet Thaïs Odermatt mit «bewegten» Bildern. Anders gesagt: Es besteht aus zahlreichen aneinandergereihten Film-Stills (Standbilder). Hände, die klatschen, Schuhe auf dem Parkett, Leute, die tanzen, eine Discokugel, die glitzert und, und, und. Gestaltet in bestechender Grafik.

Lachen, staunen, Freude haben!

«Die Idee zur performativen Videoinstallation ist mir gekommen, als ich zum Animationsprogramm mit einer Freundin selber einmal vor dem Bildschirm tanzte», sagt Thaïs Odermatt. «Ich fand es toll!» Der künstlerische Beitrag zum Tanzspiel ist die Kulisse, vor oder hinter der die Leute nun tanzen. Es sind zahllose Videoaufnahmen aus Berlin, Schicht für Schicht übereinander gelegt. Verschiedenste Objekte und Sachen geraten so durcheinander und aneinander. Ein faszinierendes Spiel. Scheinbar ohne Grenzen, auch wenn der zusammengeschnittene Film in Tat und Wahrheit nur 35 Minuten dauert.

Die Tanzfreudigen sind begeistert. Salome Schwegler kichert und lacht: «Das war mega geil, auch wenn ich nicht alles so konnte, wie ich gerne wollte.» Auch Miruna Brun kann sich vor Lachen kaum erholen. «Ich kann eigentlich nicht gut tanzen, aber diese Moves’ zu kopieren war lustig. Hoffentlich sah das draussen auf der Leinwand nicht zu peinlich aus.»

HINWEIS

Videoinstallation von Thaïs Odermatt an den Stanser Musiktagen: Dorfplatz Stans, Dienstag bis Donnerstag 19 bis 24 Uhr, Freitag bis Samstag 19 bis 1 Uhr. Künstlergespräch Zollinger/Odermatt am Samstag, 18.30 Uhr.

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