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STANS: Schweizer Schokolade für die Familie daheim

Kenta Kanda mag die Weihnachtszeit in der Schweiz. Was es bei der Gastfamilie an Weihnachten zu Essen gibt, weiss der japanische Austauschschüler noch nicht.
Nadja Häcki
Kenta Kanda hat für sein Austauschjahr zum ersten Mal seine Heimat Japan verlassen. (Bild Nadja Häcki)

Kenta Kanda hat für sein Austauschjahr zum ersten Mal seine Heimat Japan verlassen. (Bild Nadja Häcki)

Kenta Kanda sitzt zum verabredeten Zeitpunkt schon in der Mensa des Kollegiums St. Fidelis in Stans und ist vertieft in ein Gespräch mit einem gleichaltrigen Schweizer Kollegen aus der Parallelklasse. Der 17-jährige Japaner spricht sehr gut Deutsch und ist in der Schule und der Gastfamilie gut integriert. Er ist seit vergangenem Februar in der Schweiz und wohnt derzeit in Kriens. Eigentlich habe er an ein Gymnasium in Luzern gehen wollen, da aber das Schuljahr schon begonnen hatte, konnte er in Luzern nicht mehr starten. Deshalb pendelt er nun seit Februar ans Kollegium in Stans und besucht dort die 5. Klasse.

Viel Platz im Zug

Weil er täglich mit dem Zug fährt, schätzt er die SBB als einen grossen Pluspunkt an der Schweiz. Er habe im Zug immer einen bis zwei freie Plätze für sich und komme pünktlich in die Schule. Kenta: «In Japan haben wir auch Züge, aber es fahren viel zu viele Leute damit, und man hat deshalb kaum Platz, um zu sitzen.» Dass er jeden Tag pendeln muss, stört ihn hier deshalb nicht.

Kaum Kontakt mit zu Hause

Für sein Austauschjahr in der Schweiz hat Kenta zum ersten Mal Japan verlassen. Er habe schon etwas Angst davor gehabt, so weit von zu Hause wegzugehen, erzählt er. Darum habe er auch von Anfang an wenig Kontakt mit der Familie gepflegt. Zum einen aus Angst, zu viel Heimweh zu bekommen, zum anderen, weil er die Zeit in der Schweiz geniessen und Deutsch lernen wollte. Er schreibt der Familie, die in Tokio lebt, nur manchmal Briefe – kein Skype, keine Telefonate.

Zu Weihnachten schicke er aber ein Paket nach Hause. Fehlen dürfe darin nicht die Schweizer Schokolade und die original Taschenmesser. Eigentlich würde er auch gerne noch Schweizer Uhren nach Hause schicken, aber da müsse er vorher noch einmal in seinen Geldbeutel schauen, meint Kenta schmunzelnd. Ob er selber ein Geschenk aus Japan bekommt, weiss er noch nicht, aber er hoffe schon.

Tradition: Gefüllter Truthahn

Zu Hause feierten er und seine Familie erst am 25. Dezember, nicht wie hier schon am 24. Bei ihnen sei alles sehr ähnlich wie in Amerika: die Lieder und auch das Essen. Sie hätten immer den traditionell gefüllten Truthahn.

Was es bei der Gastfamilie in der Schweiz an Weihnachten zu Essen gibt, weiss Kenta noch nicht. «Ich mag alle typisch schweizerischen Gerichte sehr gerne, wie etwa Fondue», erzählt Kenta. Er habe auch schon den Weihnachtsbaum bei der Gastfamilie geschmückt. Und im Kollegium in Stans sei er am 6. Dezember als Schmutzli verkleidet gewesen, erzählt Kenta stolz.

Studium in der Schweiz?

Kenta gefällt es sehr gut in der Schweiz. «Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal auf einem Snowboard gestanden», erklärt er. Er sei nach Davos gegangen, um es zu lernen. Ski fährt Kenta schon seit vier Jahren.

Er könnte sich sogar vorstellen, später in der Schweiz zu studieren. Ihn interessieren vor allem Medizin, Mathematik oder Physik. Aber zuerst geht er im Januar 2015 wieder nach Hause – nach einem interessanten Austauschjahr weit weg von Japan.

Nadja Häcki

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