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STANS: Sie schicken Kandidaten zu Wählern

Die Wahlen bedeuten für die Stiftung Weidli viel Arbeit. Rund 40 Mitarbeiter der Werkstätte verpacken die Unterlagen dafür. Mit beispielloser Zuverlässigkeit.
Jonny Schleiss, Mitarbeiter der Weidli-Werkstätte, verpackt die Wahlcouverts für Emmetten. (Bild Matthias Piazza)

Jonny Schleiss, Mitarbeiter der Weidli-Werkstätte, verpackt die Wahlcouverts für Emmetten. (Bild Matthias Piazza)

Matthias Piazza

Hans Wicki, Therese Rotzer, Andreas Fagetti, Peter Keller: Jonny Schleiss hat den Überblick. Fein säuberlich aus­gebreitet liegen die Flyer der National- und Ständeratskandidaten auf seinem Arbeitstisch – zusammen mit den Wahllisten und übrigen Unterlagen. Kandidat Josef Käslin hat es nicht rechtzeitig geschafft, Unterlagen zu liefern. Total sind es acht Beilagen, die Schleiss in die Couverts packt, in seinem Fall für die Emmetter Wähler – sichtlich motiviert und mit Spass. Er ist einer von rund 40 Mitarbeitern der Werkstätte in Stans, die mit ihrem Engagement dafür sorgen, dass die Nidwaldner rechtzeitig ihre Unterlagen für die National- und Ständeratswahlen vom 18. Oktober im Briefkasten haben. Seine Kollegen kümmern sich mit ebenso viel Hingabe um die übrigen 10 Gemeinden. In zwei Gemeinden kommen noch Botschaften der lokalen Abstimmung dazu. Derweil stellt Jasmin Kadric die Wahlunterlagen für Engelberg zusammen.

Für die Stiftung Weidli sind solche eidgenössischen Wahlen ein Grossauftrag, der zwischen 5000 und 10 000 Franken einbringt. Mit 40 Mitarbeitern ist fast die halbe Belegschaft damit beschäftigt. Während acht Tagen helfen Mitarbeiter verschiedener Abteilungen einander, sodass die rund 32 000 Couverts termingerecht morgen Mittwoch an die Haushaltungen verschickt werden können. Es sieht gut aus. «Wir sind zeitlich sehr gut drin», freut sich Gruppenleiterin Gaby Bohnenblust und lobt ihre Mitarbeiter. «Die Leute arbeiten gerne und zuverlässig.» Jedes Couvert wird am Schluss gewogen, um zu kontrollieren, ob wirklich keine Unterlagen vergessen gingen. Die Quote lässt sich sehen. «99,9 Prozent der Couverts sind korrekt verpackt, nur wenige müssen korrigiert werden», erzählt sie stolz.

Das Couvert des Vaters verpackt

Den Eindruck, dass die Leute Spass an dieser Arbeit haben, bestätigt Gaby Bohnenblust. «Sie schätzen den Auftrag, empfinden ihn als spannend. Ein ganz spezielles Erlebnis ist für sie jeweils, wenn sie das Couvert ihres Vaters, ihrer Mutter oder sonst einer Person in den Händen halten, die sie kennen.»

Nidwalden als wichtiger Kunde

Der Kanton Nidwalden ist ein Grosskunde, verpacken doch die Weidli-Mitarbeiter auch jeweils die Abstimmungsunterlagen oder auch Formulare für die Ausgleichskasse oder Rechnungen fürs Verkehrssicherheitszentrum Obwalden/Nidwalden. Die öffentliche Hand ist auch ein dankbarer Kunde. «Solche Aufträge können wir sehr gut planen, da wir den Zeitpunkt und den Umfang lange im Voraus kennen.»

In der Werkstätte der Stiftung Weidli arbeiten Menschen mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung, rund ein Drittel davon nimmt ein Wohnangebot der Stiftung in Anspruch. Die Arbeit spiele eine wichtige Rolle. «Die Mitarbeiter können sich entwickeln und werden gefördert», hält Gaby Bohnenblust fest.

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