STANS: Sonne beginnt für Solarstrom zu scheinen

Der Bund will künftig die erneuerbare Energie stärker fördern. Davon wollen auch Pioniere in Stans profitieren.

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Die Genossenschaft für erneuerbare Energie Nidwalden betreibt in Stans eine Fotovoltaikanlage. Im Bild Präsident FAbian Hodel. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Die Genossenschaft für erneuerbare Energie Nidwalden betreibt in Stans eine Fotovoltaikanlage. Im Bild Präsident FAbian Hodel. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Der Energieverbrauch steigt, der Ölpreis ebenso, Alternativen braucht das Land. Mit einer Einspeisevergütung ab 2009 setzt der Bund stärker auf erneuerbare Energie.

Wer Anlangen betreibt, die zum Beispiel die Sonnen-, Wind- oder Wasserenergie nutzen, bekommt einen fixen Abnahmepreis, der alle Kosten deckt.

Fotovoltaikanlage auf dem Scheunendach
Bis zum 1. Mai konnten die Betreiber bei der Nationalen Netzgesellschaft Swissgrid AG ihre Anträge einreichen. Mit dabei ist auch die Genossenschaft für erneuerbare Energien Nidwalden, die in Stans eine Fotovoltaikanlage betreibt.

Die Solar-Panels ziehen sich in einem schmalen Streifen auf fast der gesamten Länge des Scheunendaches von Peter Odermatt hin. Der Landwirt hat diesen Platz der Genossenschaft zur Verfügung gestellt. Odermatt selber betreibt auf seinem Hof im Stanser Aecherli auch noch eine Kompostieranlage.

Doppelt so viele Gesuche wie erwartet
Jetzt, da die kostendeckende Einspeisevergütung winkt, möchte die Genossenschaft für erneuerbare Energien Nidwalden expandieren. Die Baubewilligung für zwei weitere Panelstreifen liegt vor. Ein solcher Streifen löst Investitionen von rund 30'000 Franken aus.

Doch die Genossenschaft ist mit ihrem Gesuch für die Einspeisevergütung nicht allein. Bei Swissgrid sind bereits doppelt so viele Gesuche wie erwartet eingegangen, die meisten betreffen Solaranlagen. Doch von den 320 Millionen Franken, die der Bund bereitstellt, sind nur 5 Prozent oder 16 Millionen Franken für die Solarenergie vorgesehen.

Strom für einen Durchschnittshaushalt
Falls die Genossenschaft die Einspeisevergütung vom Bund erhält, rechnet Hodel mit 75 bis 80 Rappen pro kWh. Dann wäre es möglich, die erweiterte Anlage in gut 20 Jahren zu amortisieren, und die Betriebskosten wären gedeckt.

Die Stanser Fotovoltaikanlage mit einer Panelfläche von 52 Quadratmetern produzierte 2007 total 3676 Kilowattstunden Strom. Gerechnet hat man mit 3326 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Ein Schweizer Durchschnittshaushalt verbraucht im Jahr rund 4000 Kilowattstunden.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.