Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STANS: Spezialisten flickten kostenlos defekte Geräte und Kleider

«Reparieren statt wegwerfen», hiess die Devise beim Repair-Café. Der Anlass in Stans bedeutete ein Novum im Kanton Nidwalden.
Sepp Odermatt
Wer etwas Gutes für die Umwelt tun wollte, besuchte das «Repair Café» in Stans, ein Novum im Kanton Nidwalden. Jonas Thoma stellt für den Mixer selber ein Ersatzteilchen her.Bild: Sepp Odermatt (Stans, 24. Februar 2018) (Bild: Sepp Odermatt (Stans, 24. Februar 2018))

Wer etwas Gutes für die Umwelt tun wollte, besuchte das «Repair Café» in Stans, ein Novum im Kanton Nidwalden. Jonas Thoma stellt für den Mixer selber ein Ersatzteilchen her.Bild: Sepp Odermatt (Stans, 24. Februar 2018) (Bild: Sepp Odermatt (Stans, 24. Februar 2018))

Sepp Odermatt

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Was mache ich mit der defekten Lampe oder dem beschädigten Küchengerät? Wegwerfen! Das muss nicht sein, es gibt bessere Möglichkeiten. Am vergangenen Samstag begaben sich einige Leute auf den Weg zum ersten Repair-Café in Nidwalden. Im Foyer der Mehrzweckanlage Turmatt in Stans wurde an neun verschiedenen Tischen getüftelt, geschraubt, gelötet und genäht. Ehrenamtliche Spezialisten flickten alles, was defekt war oder eben nicht mehr richtig funktionieren wollte.

Organisatoren ziehen eine positive Bilanz

Die TG-Lehrperson Bernadette Zihlmann war eine der freiwilligen Fachpersonen, die dafür sorgte, dass defekte Gegenstände nicht weggeworfen, sondern repariert wurden. Sie besprach mit einer Kundin, wie die kaputte Jeans wieder salonfähig gemacht werden könnte. Nach kurzer Zeit machte sich die zufriedene Frau mit dem geflickten Kleidungsstück auf den Heimweg. Eher mechanisch und technisch ging es bei Paul Rüttimann zu und her. Der rüstige Rentner verstand es, mit viel Ruhe und Gelassenheit die Gegenstände seiner Klienten wieder in Stand zu setzen.

Jonas Thoma, ebenfalls einer der Reparateure, stellte sogar selber ein Ersatzteil für einen Küchenmixer her, damit dieser wieder einwandfrei funktionierte. Da staunte die Besitzerin des nunmehr intakten Küchengerätes nicht schlecht.

Wenn die Reparatur etwas länger dauerte, boten die Schüler der 2. ORS von Michael Wyrsch Getränke, Sandwiches und Kuchen an – schliesslich nennt sich die Aktion ja «Repair-Café». Michael Wanner, Geschäftsführer von Natur & Umwelt Ob-/Nidwalden, war für die Durchführung dieses Anlasses verantwortlich und erklärte, dass die Idee von der Zentralschweizer Umweltdirektoren-Konferenz stamme. In den Städten würden diese Repair-Cafés schon länger auf gute Resonanz stossen.

«Wir werden jeweils im Frühling und Herbst diesen Reparaturservice für die Bevölkerung in Nidwalden anbieten, wiederum unentgeltlich oder mit einem freiwilligen Beitrag. Es ist toll, dass wir die Lokalitäten hier gratis zur Verfügung haben und dass es Leute gibt, die sich als freiwillige Helferinnen und Helfer zur Verfügung stellen», sagt Michael Wanner, der selber mit viel Engagement und Herzblut dabei ist. Er sei sehr dankbar, dass die Gemeinde Stans und der Kehrichtverwertungsverband Nidwalden das Patronat für die Aktion übernommen haben. Nur so könnten auch in Zukunft solche Anlässe durchgeführt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.