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STANS: Spital Stans rechnet mit Grossansturm

Am Donnerstag kann man sich in Stans für eine Blutstammzellspende für Fabio (17) registrieren lassen. Das Kantonsspital bereitet sich auf Hunderte Spendewillige vor.
Fabio Paco (17) aus Stans ist dringend auf einen geeigneten Spender angewiesen (Bild: PD)

Fabio Paco (17) aus Stans ist dringend auf einen geeigneten Spender angewiesen (Bild: PD)

Matthias Piazza

Über 780 Leute haben auf Facebook schon ihre Zusage gemacht, übermorgen an der Registrierungsaktion für eine Blutstammzellspende im Kantonsspital Nidwalden teilzunehmen. Sie alle wollen Fabio Paco helfen. Der 17-jährige Stanser leidet an einer sehr seltenen, schweren Erkrankung des Immunsystems. Geeignete Spender fehlen. «Wie viele es tatsächlich werden, ist schwer abzuschätzen», meint Peter Perren, der als Personalverantwortlicher des Kantonsspitals den Grossanlass vom Donnerstag managt. Doch er rechnet so oder so mit einem grossen Ansturm aufgrund des riesigen Echos, ausgelöst durch Facebook, Flyer und die Berichte in unserer Zeitung.

Das Kantonsspital Nidwalden als Arbeitgeber von Fabios Eltern rief die Registrierungsaktion ins Leben, um die Zahl potenzieller Spender zu erhöhen und damit die Chance für Fabio, einen geeigneten Spender zu finden. Die Eltern und Fabio stünden voll hinter der Aktion und möchten Leben retten selbst dann, wenn eine Spende für Fabio nicht in Frage kommen sollte.

«Der Anlass bedeutet für uns einen Kraftakt in einer Dimension, wie er höchstens mit einem Tag der offenen Tür zu vergleichen ist», meint Peter Perren. «Mit dem Unterschied, dass wir im Gegensatz zu einem Tag der offenen Tür nicht ein halbes Jahr Zeit zum Vorbereiten hatten, sondern bloss zehn Tage.»

Portugiesischer Verein hilft mit

Dafür stehen rund 50 Personen im Einsatz, davon 30 Spitalangestellte, die nebenbei noch ihre reguläre Arbeit verrichten. Dazu kommen Zivildienstleistende oder Bekannte von Fabio. Selbst der portugiesische Verein hat seine Unterstützung zugesagt. Fabios Eltern stammen aus Portugal und sind beide Mitglieder. Mehrkosten kommen darum nicht aufs Spital zu.

Etage wird vollständig geräumt

Der reguläre Spitalbetrieb werde grundsätzlich nicht tangiert, beteuert Perren. «Die Massen werden an den Besuchern und Patienten vorbeigeschleust.» Ein spezieller Empfang wird vor dem Haupteingang aufgebaut und durch vier Personen betreut. Weiteres Personal geleitet die zu Registrierenden in den fünften Stock, wo sich das Personalrestaurant und die Ausbildungsräume befinden. Die Etage wird vollständig für den Anlass geräumt, das Personalrestaurant vorübergehend ins Untergeschoss gezügelt.

An 150 Plätzen können die Leute ihren Fragenkatalog ausfüllen, um sich danach durch Mitarbeiter des Schweizerischen Roten Kreuzes eine Speichelprobe entnehmen zu lassen. Zusätzlich stehen rund 50 Warteplätze bereit. «Ich denke, dass wir so einen guten Weg gefunden haben, den Ansturm zu bewältigen.» Peter Perren rechnet mit einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von rund 20 Minuten pro Person.

Der Anlass bleibt eine Ausnahme

Ein grosses Thema ist auch die Bewältigung des Verkehrs. Lotsen stehen im Einsatz. Und die Mitarbeiter des Spitals wurden angewiesen, ihr Auto am Donnerstag zu Hause zu lassen, um Parkplätze frei zu halten. Der benachbarte Bauer stellt Land für Autos zur Verfügung.

Stellt sich das Spital auch weiterhin für solche Anlässe zur Verfügung? Peter Perren verneint. «Das würde den Rahmen unserer Möglichkeiten sprengen. Doch Fabios Eltern arbeiten schon jahrelang bei uns. Darum machen wir diesmal gerne eine Ausnahme», meint Perren.

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