STANS: Spitex gehört zum täglichen Leben

Am Samstag ist Tag der Spitex. Die Spitex Nidwalden entstand vor 33 Jahren. Seit 30 Jahren ist die an Polio erkrankte Ruth Zeyer Klientin.

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Spitex-Pflegefachfrau Elisabeth Orf Thoma zieht Ruth Zeyer die Schuhe an. (Bild Corinne Glanzmann)

Spitex-Pflegefachfrau Elisabeth Orf Thoma zieht Ruth Zeyer die Schuhe an. (Bild Corinne Glanzmann)

Die Spitex ist bereits gegangen. Ruth Zeyer sitzt angezogen und frisiert im Rollstuhl. Die blonde 73-Jährige wirkt jünger als sie ist. Der flotte Kurzhaarschnitt, die türkis karierte Bluse und der passende Modeschmuck unterstreichen den ersten Eindruck.

Im Alter von sechseinhalb Jahren erkrankte die gebürtige Luzernerin an Polio, geimpft wurde damals noch nicht. «Heute kann ich nur noch gerade so stehen und mich umdrehen für den Transfer», sagt sie. Mit Transfer meint sie das Umsteigen vom Bett in den Rollstuhl. Dabei hilft ihr am Morgen die jeweilige Pflegefachfrau der Spitex. Nach der Körperpflege im Bett und dem Anziehen hilft sie ihr auf. 50 Minuten Zeit ist für die morgendliche Pflege vorgesehen, einmal in der Woche hilft ihr eine Spitexmitarbeiterin beim Duschen. Ruth Zeyer ist eine von 500 Klienten der Spitex Nidwalden, Tendenz steigend. «Im ersten Halbjahr 2014 haben wir eine Steigerung um fast fünf Prozent verzeichnet», sagt Geschäftsleiter Walter Wyrsch.

red