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STANS: Sprungbrett für junge Talente

Klavier, Violine und Harfe: Die besten Musiktalente der Zentralschweiz brillierten während dreier Tage in Stans. Zu hören waren Werke von zahlreichen klassischen Komponisten.
Kurt Liembd
Die Geigerin Anju Hunziker aus Hergiswil holte sich mit ihrem Vortrag Höchstnoten und durfte – begleitet am Klavier von David Sonder – am Abschlusskonzert teilnehmen. (Bild: Kurt Liembd (Stans, 6. Mai 2018))

Die Geigerin Anju Hunziker aus Hergiswil holte sich mit ihrem Vortrag Höchstnoten und durfte – begleitet am Klavier von David Sonder – am Abschlusskonzert teilnehmen. (Bild: Kurt Liembd (Stans, 6. Mai 2018))

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Seit 25 Jahren hat sich der Jugendmusikwettbewerb Zentralschweiz zu einem anerkannten und geschätzten Wettbewerb mit regionaler Ausstrahlung etabliert. Dieses Jahr fiel dem Nidwaldner Hauptort die Ehre zu, den Anlass durchzuführen. Nicht zufällig, denn die Musikschule Stans feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum. Dazu Musikschulleiter Michael Schönbächler: «Wettbewerbe können wichtige Impulse geben und die musikalische Entwicklung von Jugendlichen enorm fördern.» Dazu leiste die Musikschule Stans sehr gerne ihren Beitrag, so Schönbächler.

Während die Musikschule Stans die ganze Logistik sicherstellte, lag die musikalische Organisation beim Verein «Jugendmusikwettbewerb Zentralschweiz» mit den beiden Co-Präsidentinnen Miriam Lätsch und Erica Nesa. Beide sind anerkannte Musikpädagoginnen – Miriam Lätsch ist Pianistin, Erica Nesa Cellistin und Kulturmanagerin.

54 Teilnehmer stellten sich der Jury

Ausgeschrieben war der Wettbewerb für die Instrumente Klavier, Violine, Konzertharfe und Keltische Harfe. Die grössten Musiktalente aus der Zentralschweiz nahmen die Herausforderung an und präsentierten sich an drei Tagen einer kritischen Jury und einem begeisterten Publikum. Die jüngsten waren gerade mal acht Jahre alt, die ältesten 19 Jahre. Sie kamen aus den allen Urschweizer Kantonen sowie aus Luzern und Zug. Von den 54 Teilnehmern stammen acht aus Nidwalden und vier aus Obwalden.

Bereits am Freitagmorgen begannen die Vorträge, welche bis Samstagabend dauerten. Das musikalische Spektrum umfasste ausschliesslich den klassischen Bereich und erwies sich als eine halbe Weltreise durch die Musikgeschichte. Zur Aufführung gelangten Werke von grossen Komponisten wie Schumann, Tschaikowsky, Prokofieff, Bach, Beethoven, Vivaldi, Dvorak, Chopin, Kabalevsky, Mozart, Haydn, Debussy, Rachmaninoff und vielen mehr. Dabei gab es Pflicht- und Aufgabestücke.

Sämtliche Teilnehmer erhielten eine Urkunde, die besten davon mit einem Stern (Prädikat sehr gut), zwei Sternen (ausgezeichnet) oder gar drei Sternen (Höchstleistung). All jene mit drei Sternen hatten am Sonntag nochmals die Möglichkeit, am Schlusskonzert aufzutreten. Unter diesen besten waren auch zwei Nidwaldnerinnen – die Geigerin Anju Hunziker aus Hergiswil und die Harfenistin Lisa Christen aus Oberdorf. Jüngster Teilnehmer war Maxim von Kistowski aus Pfäffikon. Am 2. Mai erst acht Jahre alt geworden, spielte er zwei bezaubernde Stücke von Peter Tschaikowsky.

Eine Sonderleistung vollbrachten die Geschwister Navid und Shirin Kerber aus Kehrsiten. Beide holten in der Kategorie Klavier am Samstag zwei Sterne und liefen auf Abend noch am Nidwaldnerlauf. Dort holten beide den Sieg in ihrer Kategorie.

Bildungsdirektor Res Schmid liess es sich nicht nehmen, das Schlusskonzert zu besuchen, und genoss dieses in vollen Zügen. In seiner Rede zeigte er sich begeistert und sagte: «Disziplin und Ausdauer, die es beim Üben erfordert, gehörten zum Wertvollsten, was Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg ins Leben erfahren können.» Beim Musizieren könne man nicht bluffen, es werde einem nichts geschenkt, so Schmid. Und mit Blick auf die aufgeführten Werke: «Wer Musik spielt, der geht – auch wenn er zu Hause bleibt – in die Welt hinaus.»

Ganz ergriffen von den meisterhaften Vorträgen plauderte Res Schmid auch etwas aus dem Nähkästchen und verriet, dass er in seiner Jugend Oboe gespielt habe, und meinte: «Ich bedaure, dass ich das Instrument zu früh vernachlässigt habe.» Deshalb sein persönlicher Rat an die jungen Musiker: «Bleibt dran, gebt nicht auf, es lohnt sich.»

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