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STANS: Stans soll Glasbox erhalten – dank Zar

Dem Zar Bei-el-R lüpft es allmählich den Hut. Nun greift er seine «Kristall»-Idee wieder auf. Richtig glücklich ist er aber trotzdem nicht.
Ohrengrübel
Zeigt stolz sein Stans miniature: Zar Bey-el-R. (Bild: Zeichnung tobit)

Zeigt stolz sein Stans miniature: Zar Bey-el-R. (Bild: Zeichnung tobit)

Ohrengrübel

Es war einmal ein mächtiger Zar aus Luzern. Er wollte an der Autobahn A 2 in Stans sein turmartiges, 70 Meter hohes Schloss namens «Kristall» erbauen. Um aller Welt, die auf der Nord-Süd-Achse verkehrt, zu zeigen, wie pompös das Leben sein kann. Doch erst nachdem Zar Bei-el-R seinen Traum vom Hochhaus lautstark verkündet hatte, wurde bekannt, dass die Vorgaben für Bauhöhen in dieser Zone deutlich zu knapp bemessen sind, um die Stanser Version des «Turms zu Babel» zu verwirklichen. Der enttäuschte Zar fand sich nach seinem Griff nach den Sternen auf dem harten Boden der Realität wieder: Er hatte seine Rechnung ohne das Fussvolk gemacht, das eine Umzonung verweigerte und den «Kristall» auf einen Schlag entzauberte.

Gibt sich der Zar geschlagen?

Es schien, als hätte es der Zar von nun an mit den ach so konservativen und risikoscheuen Stansern verspielt. Denn obwohl er ihnen immer wieder Zückerchen anbot und von seiner Traumhöhe abrückte, liessen sie nicht mit sich verhandeln. Aus dem «Kristall» wurde nichts, aus dem abgespeckten Einkaufscenter mit Wohnungen und Büros vis-a-vis Länderpark ebenfalls nicht. Der Zar scheint sich nun geschlagen zu geben und setzt in seinem neusten Plänen nur noch auf Wohnungen, allenfalls ergänzt mit öffentlichen Flächen im Erdgeschoss.

Doch dem Ohrengrübel ist zu Ohren gekommen, dass sich im Untergrund selbst gegen das zusammengeschrumpfte Vorhaben Widerstand formiert. Zwar macht der Gemeinderat gute Miene zum bösen Spiel, und er sagt: «Wir sind guten Mutes, ein Projekt gefunden zu haben, das zu Stans passt.» Insgeheim weiss aber auch er: Zar Bei-el-R wird erneut einen schweren Stand haben, wenn die Stanser über die Nutzungsplanung auf seinem Grundstück abstimmen.

Viel Geld in Kristall investiert

Aus gut unterrichteter Quelle weiss der Ohrengrübel, dass der Zar und der Gemeinderat deshalb einen Plan B aufgleisen. Dabei würde auf dem 15 000 Quadratmeter grossen Grundstück getreu dem Motto klein, aber fein lediglich noch eine Glasbox von einem Kubikmeter realisiert. In der Glasbox, so die Idee, wird der mächtige Zar als Trostpflaster einen kleinen, aber richtigen Kristall ausstellen, den er den bekannten Urner Strahlern für 4,5 Millionen Franken abgekauft hat.

Ob die dürftige Umsetzung seines einst so gewaltig angekündigten «Kristall»-Projekts dem Zar, der nach Grösserem strebt, noch ein Strahlen aufsetzen wird, ist mit mehreren Fragezeichen verbunden. Trotz etlichen Versuchen konnte der Ohrengrübel Bei-el-R nicht für eine Stellungnahme erreichen.

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