STANS: Stanser Älperchilbi «chriiz und kweer»

Die Älper und einige tausend Zuschauer liessen sich gestern die gute Stimmung durch das Wetter nicht verderben. Sie feierten vergnügt die Älperchilbi.

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Beim Auszug aus der Pfarrkirche nach dem Festgottesdienst. (Bild: Robert Hess / Neue NZ)

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«Chriiz und kweer» lautete denn auch das Motto der Stanser Älperchilbi. «Wir sagen Danke für die angefallene Ernte und die gute Sommerzeit», meinte der 1. Pfleger Sepp Niederberger. «Und Danke sagen wir alle, ob Jung oder Alt, Gross oder Klein, Akademiker, Handwerker oder Bauer.»

Schöner Festgottesdienst

«Das Motto mit dem schönen Logo, dem Apfel im Chrüzlistich, betont die Gemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Älperfamilie», hatte Pfarrer David Blunschi aufs Fest hin im «Pfarrblatt» geschrieben. Und gestern stellte er das Wort Dankbarkeit über den Gottesdienst in der voll besetzten Pfarrkirche. Die kirchliche Feier wurde durch die Stanser Jodlerbuebe, den Betruf von Paul Odermatt, den Organisten Hans Schmid und das Alpornduo Barmettler/Christen auf feinste Art umrahmt.

Ein Tag des Chrüüzlizählens

Spontanen Applaus erhielt Pastoralassistent Marino Bosoppi für seine Festpredigt. Er nahm das Älperchilbi-Motto «chriiz und kweer» auf und sprach von den verschiedensten Kreuzen: dem Andreas-Kreuz, dem Roten Kreuz, dem griechischen und dem lateinischen Kreuz, Kreuzen aus Stein oder Holz; in den unterschiedlichsten Arten am Strassenrand, in der Kirche, auf dem Friedhof oder auf Berggipfeln. Sie erfüllen viele Funktionen.

«Und am heutigen Sonntag sind sämtliche Gemeindekanzleien mit Chrüüzlizählen beschäftigt», meinte Bosoppi in seiner launigen Predigt. «Ich bin mir schon bewusst, dass es manchmal ein Kreuz mit den Politikern ist, und doch sind sie mutig, in der heutigen multikulturellen und vermehrt säkularisierten Zeit sich durch Chrüüzli wählen zu lassen. Vielleicht muss man künftig eine Null statt eines Kreuzes einsetzen, um allen gerecht zu werden. «Doch so würden wir die Gewählten auch nicht besser qualifizieren», entlockte er den Kirchenbesuchern ein Schmunzeln oder Lachen.

Danken und Sorge tragen

Marino Bosoppi kam auch auf den Apfel im Festlogo zu sprechen. Die Verbindung des Apfels zum Baum zeige auf, dass nicht alles selbstverständlich sei. «Danken wir Gott von ganzem Herzen für die Mutter Natur. Danken wir Gott auch für die Erntezeit, die wir miteinander geniessen können, und tragen wir Sorge zum Brauchtum und zu unserer christlichen Kultur.»

Prächtiger Umzug

Nach dem Festgottesdienst war auf dem Dorfplatz ein Volksapéro angesagt, der von der Blaskapelle Ennetmoos umrahmt wurde. Höhepunkt des Nachmittags war der traditionelle Umzug mit über 30 meist originell und aufwändig gestalteten Nummern «chriiz und kweer» durch den Kanton. Man würde den anderen Mitwirkenden geradezu unrecht tun, wenn man hier einzelne Sujets hervorheben würde. Wer zu Hause geblieben ist, hat einiges verpasst, umso mehr, als Petrus während des Umzugs seine Schleusen einigermassen schloss und sie erst wieder zu Beginn der Älpersprüche auf dem Dorfplatz öffnete.

Robert Hess