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STANS: Stanser begleitet Christian Stucki in die Welt hinaus

Normalerweise stellt er mit dem Brunnenmeister die Wasserversorgung in Stans sicher und jodelt mit den Wiesenbergern. Diesen Herbst reiste Sepp Amstutz mit Schwinger Christian Stucki für «Zwei Fäuste und ein Halleluja» bis in die Mongolei.
Christian Stucki und Sepp Amstutz beim Training bei Kushti-Ringern in Neu-Delhi. (Bild: SRF)

Christian Stucki und Sepp Amstutz beim Training bei Kushti-Ringern in Neu-Delhi. (Bild: SRF)

Die Überraschung bei Sepp Amstutz (51) war gross, als eines Tages unverhofft das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) bei ihm anrief. Auch die Art der Anfrage erstaunte ihn. Ob er Lust habe, den bekannten Schwinger Christian Stucki für das Fernseh-Format «Zwei Fäuste und ein Halleluja» auf seiner weltweiten Schwinger-Mission als Jodler und moralische Unterstützung zu begleiten. «Meine erste Frage war, wie die denn auf mich gekommen sind.» SRF kenne ihn und habe diverse Informationen über ihn eingeholt, sei die vage Antwort gewesen.

Für die vierteilige Serie «Zwei Fäuste und ein Halleluja», die vergangenen Freitagabend mit «Chrigu und Sepp im Senegal» startete, begleitete das Fernsehen den Schwinger, wenn er im Senegal, in Österreich, in Indien und in der Mongolei auf eine dem Schwingen verwandte Sportart des jeweiligen Landes trifft, so etwa auf «la lutte sénégalaise», die afrikanische Variante des Schwingens.

Für Wochen wurde das Leben auf den Kopf gestellt

«Er spielt zweifelsohne die Hauptrolle in der Sendung, doch SRF fand, ein Jodler solle ihn begleiten», so Sepp Amstutz. Der Kampf im Senegal etwa wird ­immer musikalisch begleitet von Sängerinnen, die ihre Helden anpreisen. Ganz spontan stimmte er der Teilnahme nicht zu. Schliesslich hiesse das, dass für Wochen sein Leben auf den Kopf gestellt würde. «Zu zweit stellen wir 365 Tage im Jahr die Wasserversorgung in Stans sicher, ich habe eine Familie und einen kleinen Bauernbetrieb. Dies alles liess mich etwas zögern.» Doch sein Umfeld habe ihn zur Teilnahme ermuntert, sein Arbeitgeber erlaubte ihm die mehrwöchigen unbezahlten Ferien. Das Abenteuer konnte starten.

«Christian Stucki kannte ich vorher nicht persönlich, doch wir beide waren uns einig, gemeinsam das Wagnis einzugehen.» Es kam gut. «Mein Bild, das ich von Chrigu über die Medien hatte, bestätigte sich. Er ist ein sehr ­angenehmer Typ, ein lieber Cheib.»

«Wir waren ein super Team»

Auch über die fünfköpfige Filmcrew (zwei Kameraleute, ein Tonmann, ein Regisseur und ein Redaktor) ist er des Lobes voll. «Wir waren ein super Team, jeder hat zum anderen geschaut.» Und das war auch nötig, wie sich Sepp Amstutz erinnert. «Vor allem die Gewichtslimite des Handgepäcks auf den Flügen war eine Herausforderung. Wir teilten die Filmausrüstung fast aufs Gramm unter allen Personen auf, damit wir das höchstzulässige Gewicht einhalten konnten.» Überhaupt habe das Fliegen so einige Schwierigkeiten mit sich gebracht. «Manchmal war es etwa erlaubt, Akkus oder Funkgeräte als Handgepäck mitzuführen, manchmal nicht.»

Beeindruckt habe ihn insbesondere, wie viel Arbeit hinter einer Serie mit vier rund fünfzigminütigen Folgen stecke. «Es waren keine Ferien, es war Arbeit, ich war sogar Angestellter von SRF.» Total rund 30 Tage war die Crew unterwegs im vergangenen September und Oktober. Drehtage von bis zu 16 Stunden waren die Regel.

Sepp Amstutz erlebte einen Kulturschock

Mit dem Senegal, Indien und der Mongolei reiste Sepp Amstutz in für ihn bisher unbekannte Gegenden. Die Orte beeindruckten ihn stark. Er spricht von einer interessanten Zeit, doch nicht nur im positiven Sinne. «Es war teilweise ein Kulturschock für mich, was ich etwa in Indien antraf: Menschenmassen, ein Verkehrschaos, Smog, Armut, keine funktionierende Kanalisation. Das stimmte mich nachdenklich.» Doch die Teilnahme an der Sendung bereue er keinesfalls. «Falls aber wieder eine Anfrage käme, müsste ich es mir wirklich reichlich gut überlegen.»

Die Sendungen mit ihm als sozusagen wichtigstem Nebendarsteller schaue er mit Gelassenheit an. Als Wiesenberger Jodler ist er sich eine gewisse Medienpräsenz gewohnt. «Doch das Rampenlicht suche ich nicht.»

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Die weiteren Folgen: 15. Dezember «Chrigu und Sepp in Indien», 22. Dezember: «Chrigu und Sepp in Österreich und in der Mongolei» (Doppelfolge). Die Sendungen sind auch unter www.srf.ch abrufbar.

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