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STANS: Stanser Firma siegt vor Gericht

Jetzt kann er wieder ruhig schlafen. Ueli Schaub von der Firma Nordica muss den Asbestschaden nicht bezahlen. So hat das Gericht entschieden.
Kurt Liembd
Der Kläger Ueli Schaub. (Bild Kurt Liembd)

Der Kläger Ueli Schaub. (Bild Kurt Liembd)

Kurt Liembd

«Ich bin total erleichtert», sagt Ueli Schaub, als er vom Urteil des Kantonsgerichtes Nidwalden erfuhr. «Für mich war das immer hundert Prozent klar», sagt der Geschäftsführer der Stanser Firma Nordica Rollerblade. Es ging um einen Streit mit der Generali-Versicherung und um einen Streitwert von über 68 000 Franken, zuzüglich Anwalts- und Gerichtskosten (siehe auch Ausgabe vom 6. März).

Asbest war das Problem

Der Fall: In der Nacht vom 6./7. Juni 2013 ist eine Einbrecherbande aus Moldawien in mehrere Gewerbegebäude und Firmen in Stans eingedrungen. Betroffen war auch die Sporthandelsfirma Nordica an der Mühlebachstrasse. Dabei haben die Einbrecher den rund 300 Kilogramm schweren Tresor in die Toilette geschleppt und diesen dort mit einer Trennscheibe aufgebrochen. Da der Tresor mit Asbest isoliert war, wurden mehrere Räume damit kontaminiert. Der Schaden wurde umgehend der Generali-Versicherung gemeldet, welche schriftlich zusicherte, dass der Schaden gedeckt sei. Die Rechnung der Spezialfirma für die Behebung des Asbestschadens belief sich auf über 68 000 Franken. Doch nun machte die Versicherung plötzlich geltend, dass sie sich in der Schadenabteilung getäuscht habe und der Schaden von der Deckung ausgeschlossen sei. Dies wollte Ueli Schaub nicht akzeptieren, da er zwei schriftliche Deckungszusagen der Versicherung in den Händen hatte. Da ein Hin und Her zwischen den Anwälten und eine Verhandlung auf der Schlichtungsstelle keine Einigung brachten, landete der Fall letzte Woche beim Kantonsgericht. Dieses tagte in Dreierbesetzung mit Corin Brunner (41) als Präsidentin.

Versicherung zur Kasse gebeten

So hatte das Gericht zu prüfen, ob die schriftliche Deckungszusage einer Versicherung verbindlich sei, wenn gleichzeitig in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Versicherung steht, dass Asbestschäden ausgeschlossen seien. Nun hat das Gericht die Klage der Firma Nordica gutgeheissen und die Generali-Versicherung verurteilt, den Schaden von über 68 000 Franken zu übernehmen. Zudem muss die Generali-Versicherung die Gerichtskosten von 3500 Franken, die Kosten für Schaubs Anwalt in Höhe von rund 14 000 Franken sowie den eigenen Anwalt bezahlen.

Die Begründung zum Urteil liegt noch nicht vor. Das Urteil ist noch nicht rechtsgültig und kann ans Obergericht gezogen werden. Ob dies erfolgen wird, ist noch nicht bekannt.

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