STANS: Stanser Musiktage setzen ökologische Akzente

Speisereste werden zu Kompost und Korkzapfen werden separat gesammelt. Der Umweltgedanke wird an den Musiktagen gross geschrieben.

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Fronarbeiter leisten letzte Vorarbeiten für die Musiktage. (Bild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Fronarbeiter leisten letzte Vorarbeiten für die Musiktage. (Bild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Die Stanser Musiktage (SMT), die am Montag abend losgehen und bis am Samstag dauern, setzen nicht nur musikalische Duftnoten, sondern auch ökologische Akzente. Probleme mit dem Abfallkonzept, wie dies zum Beispiel das Blue Balls in Luzern hatte, kennen die Organisatoren der Stanser Musiktage nicht. Und dies seit den Anfängen des Festivals, das inzwischen seit 14 Jahren im Frühling die Musikszene in der Schweiz bereichert. 

«Der Umweltgedanke ist von uns aus gekommen», sagt der damalige Mitinitiant und heutige Hauptprogrammleiter der SMT, Christophe Rosset. Die Gemeinde brauchte kaum Vorgaben zu machen. Rosset erklärt die ökologische Haltung der Veranstalter so: «Wir produzieren an unserem Festival Abfall und Emmissionen. Wir sehen es deshalb als unsere Verantwortung an, die Umwelt mit entsprechenden Massnahmen so gut es geht zu schonen.»

Recycling wird vorgelebt
Das beste Beispiel dafür: Auf dem Areal wird kein Plastikgeschirr verwendet. Das Trinken wird in Gläsern serviert, das Essen auf Porzellantellern, und gegessen wird mit «normalem» Besteck. Das Ganze läuft im Depotsystem und funktioniert laut Christophe Rosset sehr gut. «Das System wird vom Publikum goutiert.» Einziger Wermutstropfen: Wo viel Geschirr und Glas gebraucht wird, kann schon mal was in die Brüche gehen. 

«Kaputtes Geschirr, das wir jeweils gemietet haben, kostet uns schnell mehrere tausend Franken pro Jahr», so Rosset. Deshalb habe man einen Teil des benötigten Geschirrs inzwischen selber gekauft. «Vor einiger Zeit hat sich die Möglichkeit ergeben, aus einer Liquidation heraus günstig Teller zu erwerben. Da haben wir zugeschlagen», erzählt der SMT-Hauptprogrammleiter. Apropos Essen: Die Speisereste fliegen nicht einfach in den Abfall. Diese kommen in separate Behälter und finden später als Kompost eine Wiederverwendung.

Oliver Mattmann

Mehr zum Thema lesen Sie in der Neuen Nidwaldner Zeitung vom Montag.