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STANS: Überbauungsprojekt verzögert sich weiter

Den Initianten von über 200 bezahlbaren Wohnungen in der Unteren Spichermatt sind nach wie vor die Hände gebunden. Die ursprünglichen Zeitpläne sind wenig realistisch, trotz eines Entscheids des Landrats.
Visualisierung in der Unter Spichermatt geplanten Überbauung. (Bild: PD)

Visualisierung in der Unter Spichermatt geplanten Überbauung. (Bild: PD)

Seit geraumer Zeit ist die geplante Überbauung der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Logis Suisse in der Unteren Spichermatt blockiert. Grund: Teile des Gebiets liegen in der roten Gefahrenzone, solange das Hochwasserschutzprojekt beim Buoholzbach in Oberdorf nicht umgesetzt wird und bei einem Ereignis eine Überflutung der Talebene droht. Ein wichtiges Puzzleteil ist seit Mittwoch in Stein gemeisselt. Der Landrat hat der Regierung ­einen Kredit über 4,5 Millionen Franken zugesichert, um damit Land zu erwerben und dieses den auszusiedelnden Grundeigen­tümern im Umfeld der Einmündung des Buoholzbachs in die Engelbergeraa anzubieten. Denn dort ist an Stelle der heutigen ­Gewerbebetriebe ein grosser ­Geschiebesammler geplant (Ausgabe vom Donnerstag).

Doch von heute auf morgen werden die Verhandlungen mit den Grundeigentümern nicht über die Bühne gehen. Zunächst muss der Kanton an geeignetes Gewerbeland kommen, damit der Begriff Realersatz diesen Namen verdient. «Wenn das nicht gelingt, sind andere Grundstücke zu erwerben, die als Tauschobjekte dienen würden», hält Baudirektor Josef Niederberger auf Anfrage fest. Das Hochwasserschutzprojekt könne erst aufgelegt werden, wenn alle Landerwerbsfragen und Aussiedlungen verbindlich geregelt seien. Nur so könnten langwierige Rechtsverfahren verhindert werden. Der Baudirektor stellt sich auf herausfordernde Gesprächsrunden mit den Betroffenen ein. «Heute eine Prognose abzugeben, wann wir soweit sind, ist nicht möglich. Das Gelingen der Aussiedlung ist von sehr vielen Faktoren abhängig», so Niederberger. Nur eines stehe fest: Die Planung des Hochwasserschutzes soll im Verlauf von 2019 abgeschlossen sein.

Verzögerungen dürften den Bau verteuern

Doch erst wenn die rechtskräftige Bewilligung dafür vorliegt, kann auch der Gestaltungsplan Untere Spichermatt genehmigt und der nächste Schritt im Baubewilligungsverfahren eingeleitet werden. Mit anderen Worten: Zwar dürfte man bei der Logis Suisse aufatmen, dass der Kanton nun den Handlungsspielraum erhalten hat, die Aussiedlungen in der Nachbargemeinde voranzutreiben, doch der vor etwas mehr als einem Jahr geschilderte Zeitplan, den Gestaltungsplan für die eigene Überbauung mit Wohnungen 2018 einzureichen, scheint illusorisch. Von der Bestfallvariante, dass Ende 2019 die Baumaschinen auffahren und drei Jahre später die ersten Mieter einziehen, muss sich die gemein­nützige Wohnbaugesellschaft mit Sitz in Baden wohl ebenfalls verabschieden. Die jahrelangen Verzögerungen dürften zudem den Bau verteuern. Vor Jahresfrist ging man von Gesamtkosten von 91 Millionen Franken aus. Vorgesehen ist auf dem Areal vis-à-vis dem Länderpark ein fünfgeschossiger Bau mit einem Attikageschoss und 201 auch altersgerechten Wohnungen im bezahlbaren Rahmen.

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

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