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STANS: Verein Hison hilft Schülern in Afrika

Der Countdown läuft: 45 Tage hat der Verein Hison Zeit, Geld für drei Schulzimmer in Burkina Faso zu sammeln. Der Vorstand hat sich fürs Crowdfunding entschieden.
Marion Wannemacher
Doris Ineichen-Addo, Walter Mathys und Hison-Präsidentin Doris Schnyder (von links) begutachten Verkaufsware des Vereins. (Bild: Marion Wannemacher (Stans, 7. Februar 2018))

Doris Ineichen-Addo, Walter Mathys und Hison-Präsidentin Doris Schnyder (von links) begutachten Verkaufsware des Vereins. (Bild: Marion Wannemacher (Stans, 7. Februar 2018))

Marion Wannemacher

<span class="mail_autor">marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch</span>

«Haben Sie heute schon gegessen, haben Sie ein Dach überm Kopf?», fragt Doris Schnyder in einem Werbefilm für das neueste Projekt von Hison. «Dann geht es Ihnen besser als 90 Prozent der Menschen in Burkina Faso», erklärt die Präsidentin. Der Verein mit Sitz in Obwalden sammelt Geld für drei Schulzimmer in den Slums von Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. 61 Prozent der Bevölkerung dort seien Analphabeten, betont Doris Schnyder. Der Verein ist überzeugt, dass nur derjenige Perspektiven hat, der rechnen, schreiben und lesen kann.

Seit 2001 setzt sich Hison, dessen Abkürzung für «Help the Isolated Needy» steht (was übersetzt so viel heisst wie «Helft den Einsamen, Bedürftigen»), für Waisenkinder und deren Angehörige in Westafrika ein. Seit 2012 fördert er den Bau von Schulhäusern. «Derzeit unterstützen wir 90 Personen, darunter 70 über Patenschaften», berichtet Vorstandsmitglied Walter Mathys. «Während in Ghana jedoch die Kinder oder ihre Mütter Unterstützung brauchen, um die dortigen Schulen überhaupt besuchen zu können, braucht es in Burkina Faso die nötige Infrastruktur, also die Schulhäuser.»

Nachfrage nach Bildung ist gross

Doris Schnyder zeigt Computeranimationen der geplanten Schulhäuser: Drei Schulzimmer bilden eine Einheit, das heisst ein Schulhaus. In einem Zimmer werden bis zu 60 Kinder unterrichtet. «Die Nachfrage nach Bildung ist gross», weiss die Präsidentin. «Die Leute wissen, dass sie eine Chance im Leben haben, wenn sie die Schule besuchen.» Vor Ort in Ouagadougou wird der Schulleiter unterstützt. Seine Vision ist es, zusätzlich zum Schulunterricht Ausbildungen beispielsweise zum Schreiner, zur Schneiderin oder zur Coiffeurin anbieten zu können.

«Schulbildung ist auch in Burkina Faso Lebensstandard, die Grundlage zur Gestaltung einer eigenständigen Zukunft», betont Mathys. «Somit ist auch Ent­wicklung innerhalb des eigenen Landes möglich», ergänzt Doris Ineichen-Addo, die aus Ghana stammt und den Verein gründete, um ihren Landsleuten zu helfen. Im Crowdfunding sieht der Verein die Möglichkeit, ergänzend zu den Verkäufen von lokalen Produkten aus Ghana an Marktständen in Stans, Sarnen und Willisau, einen grösseren Spendenbetrag für das Schulhausprojekt zusammenzubekommen.

Alles oder nichts fürs Schulhausprojekt

Beim Crowdfunding heisse es alles oder nichts, klärt Doris Schnyder auf. Wer sich bereit­erklärt, einen Betrag zu spenden, bekommt erst nach Ablauf der gesetzten Frist die Zahlungsaufforderung, wenn die angestrebte Summe zusammengekommen ist. Ziel sind 63 000 Franken. Mit Spannung wartet der Verein Hison auf den Ausgang des Crowdfundings, das gestern startete und bis zum 16. April läuft.

Eine prägende Zeit für Doris und Sepp Schnyder

Doris Schnyder selbst hat eine besondere Beziehung zu Burkina Faso. Vor fast dreissig Jahren begleitete sie ihren Mann Sepp Schnyder dorthin und lebte im Land, wo dieser eine Schule aufbaute. «Die Zeit in Burkina Faso hat uns in unserer Liebe zum westafrikanischen Kontinent geprägt, wo man mit wenig viel erreichen kann. Ich fühle eine Verantwortung den Menschen gegenüber, denen es nicht so gut geht wie uns. Es sollte keiner hungern und jeder das Recht auf Bildung haben.»

Hinweis

www.funders.ch/hison noch bis 16. April.

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