STANS: «Wir wollen bei den Steuern attraktiv bleiben»

Der Gemeinderat Stans fällt mit seinen Anträgen beim Volk zunehmend in Ungnade. Gemeindepräsidentin Beatrice Richard warnt nun vor dem Diktat von aussen.

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Beatrice Richard, Gemeindepräsidentin von Stans. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Beatrice Richard, Gemeindepräsidentin von Stans. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Die Verschuldung der Gemeinde Stans liegt bei 37 Millionen Franken. Die Nettoverschuldung pro Kopf beträgt 5000 Franken, davon entfallen 4000 auf die Schulgemeinde. Hat man in Stans finanziell eine Schmerzgrenze erreicht?

Beatrice Richard-Ruf: Da müssen wir vier Jahre zurückblättern. Damals prognostizierten wir dem Stimmbürger klar, dass mit dem Bau des Schulhauses die Verschuldung auf 37 Millionen Franken ansteigen wird. Die Nettoverschuldung von 4000 Franken ist auf den Schulhausbau zurückzuführen. Der Stimmbürger sagte damals zum Schulhausbau und damit zur Verschuldung Ja. Das können wir nun nicht wegzaubern.

Die Verschuldung werde weiter zunehmen, da der Hochwasserschutz, die Abwasseranlagen und Strassensanierungen die Rechnungen der nächsten Jahre belasten, schreibt der Gemeinderat in der Broschüre zur Gemeindeversammlung.

Richard: Die Strassensanierung ist mittlerweile abgelehnt worden. Bei der Erneuerung der Abwasseranlagen und Entwässerung entschieden wir uns für eine Spezialfinanzierung, welche die laufende Rechnung nicht belastet. Einzig der Hochwasserschutz Kniri West wird momentan noch fertig gebaut. Von den 6,85 Millionen Franken übernehmen Bund und Kanton 5 Millionen Franken. Somit verbleiben der Gemeinde noch 1,85 Millionen Franken, wovon ein Teil bereits 2006 abgerechnet wurde. Bei der sanierungsbedürftigen Robert-Durrer-Strasse jedoch ist klar, dass längerfristig nach einer Lösung gesucht werden muss. Wir wollen aber hierzu zuerst die verkehrstechnischen Abklärungen mit dem Kanton bezüglich Knoten Robert-Durrer-Strasse/Buochserstrasse und die Vernehmlassung zum Agglomerationsprogramm abwarten.

Bei der Schulgemeinde hat man 2006 vorsorglich den Steuerfusses um 6 Prozent angehoben. Muss die politische Gemeinde nachziehen?

Richard: Nein, dazu gibt es keinen Grund.

Fehlt es an einer zentralen Koordination aller Bauprojekte durch eine geeinte Gemeindebehörde?

Richard: Zu einer geeinten Behörde kann man sich allseits und jederzeit Gedanken machen. Den Stimmungsbarometer dazu kann man in nächster Zeit in Ennetmoos spüren.

Interview von Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.