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STANS: Wunsch erfüllt – nun folgen Fahrstunden

Das Jubiläum 400 Jahre St. Klara brachte einen kleinen Gewinn. Nun freuen sich die Schwestern auf einen Ausflug. Und über ein nigelnagelneues Auto.
Romano Cuonz
Schwester Sabine Lustenberger (links) und Schwester Agnes freuen sich, dass mit dem Gewinn auch eine Reise für alle Schwestern in Aussicht steht. (Bild Romano Cuonz)

Schwester Sabine Lustenberger (links) und Schwester Agnes freuen sich, dass mit dem Gewinn auch eine Reise für alle Schwestern in Aussicht steht. (Bild Romano Cuonz)

Romano Cuonz

«Freuet euch und frohlocket!», hatte Viktor Furrer, Präsident des Vereins 400 Jahre Kloster St. Klara, zu Beginn des Jubiläumsjahres in der bis auf den letzten Platz gefüllten Stanser Kirche den Nidwaldnern zugerufen. In der Tat: Das Freuen und Frohlocken nahm im vergangenen Jahr kein Ende. Vom feierlichen Jubiläumsgottesdienst zum poetisch farbigen Freilichttheater und zur Vernissage des prächtigen Buches bis hin zum eindrücklichen Abschlusskonzert waren alle Veranstaltungen ausgebucht.

So konnte denn Viktor Furrer der Frau Mutter, Schwester Sabine Lustenberger, kürzlich eine weitere freudige Botschaft überbringen. Bei «Klosterchräpfli» und Kaffee eröffnete er den Kapuzinerinnen: «Wir konnten in diesem wunderbaren Jahr mit vielen Superlativen einen kleinen Gewinn erzielen, den wir nun dem Kloster übergeben möchten.» Dies sei auch fürs OK, in dem alle freiwillig und unentgeltlich mitgearbeitet hätten, ein stimmiger Abschluss. «Für uns war es ein wunderschönes Jahr zusammen mit dem Kloster. Wir haben den Schwestern zu danken, nicht sie uns», tat Furrer dar. Nie mehr vergessen werde er, wie die älteste Schwester, die ehemalige Lehrerin Michaela Dietschi, mit den Mitgliedern des OK noch «Duzis» gemacht hatte. Bald darauf – kurz nach ihrem 96. Geburtstag – starb sie. Ihre Abschiedsworte werden die Frau Mutter und alle Mitschwestern in Erinnerung behalten: «Es war schön, aber jetzt gehe ich in den Himmel.»

Gemeinsame Wallfahrt

«Nach dem Jubiläum ist es in Kloster und Garten wieder ruhiger geworden. Alle zwölf Schwestern gehen – wie sie eben können – wieder ihren Arbeiten nach», sagt die Oberin Sabine Lustenberger. «Und das im gewohnten Rhythmus.» Darüber, was mit dem unverhofften finanziellen Zustupf gemacht werden könnte, berieten die Schwestern mit OK-Präsident Viktor Furrer. Zum einen soll ein lang gehegter Wunsch aller Klosterfrauen in Erfüllung gehen. «Das OK wird einen Car mieten und gemeinsam mit den Schwestern eine Wallfahrt nach Einsiedeln unternehmen», verrät Furrer. Doch das Geld reiche gar noch für die Erfüllung eines weiteren Wunsches. «Endlich konnten wir unser altes Klosterauto durch einen neuen Mazda ersetzen», freut sich Schwester Sabine Lustenberger. Mehr noch: Sie selber und die jüngste Schwester Lea Heinzer haben den Nothelferkurs bereits bestanden. Nun geht es daran, Fahrstunden zu nehmen. «Momentan können nur Schwester Franziska und Schwester Maria Elisabeth fahren, und beide sind froh, wenn wir sie etwas entlasten», sagt die Oberin.

Aufgaben über die Mauern hinweg

«Ich bin der Meinung, dass es für Klöster heute wichtig ist, Aufgaben zu übernehmen, die über die Mauern hinausgehen», sagt Schwester Sabine Lustenberger. «Nachdem wir nicht mehr unterrichteten, taten wir die Klausur auf und empfingen Frauen als Gäste im Kloster auf Zeit», schildert sie. Das Kloster habe bereits mehrere Stammgäste, die immer wiederkämen. Was sie im Kloster oft suchen: jene Stille und Ruhe, die sie zu Hause nicht haben. «Ich selber habe eine Ausbildung zur Internet-Seelsorgerin gemacht,» erzählt Schwester Sabine Lustenberger. «Nun begleite ich per Internet und Facebook einmal in der Woche vier bis fünf Menschen, die diese Art Hilfe brauchen und schätzen.» Schwester Lea und Schwester Marie Elisabeth erteilen religiösen Heimgruppenunterricht für Erstklässler. Sieben Kinder kommen dazu in die Klosterräume. Schwester Agnes – sie hat im Jubiläumsjahr im Produktionsteam des Theaters wesentlich mitgearbeitet – ist als Ansprechperson fast täglich mit den Mieterinnen der Klosterliegenschaft im Kontakt. «Das ist eine grosse Entlastung für mich», sagt Frau Mutter.

Auch die anderen Schwestern haben in den riesigen Gärten, im Haushalt und bei der Pflege älterer Mitschwestern – das Kloster übernimmt diese bislang immer noch selber – alle Hände voll zu tun. Dies neben der Gebetszeit, die je-den Tag fünfmal eine halbe Stunde dauert. Übrigens: Eine Eigenheit des Klosters St. Klara ist seine Musikalität. Drei Schwestern spielen Querflöte, eine Orgel und Tenorflöte, und eine, die Gitarre spielte, hat eben angefangen, noch Cello-Unterricht zu nehmen.

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