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STANS: ZB-Schalterhalle wird zum Mobilitätszentrum

Am Donnerstag zügelten die Schaltermitarbeiter der Zentralbahn in ein Containerprovisorium. In den nächsten fünf Monaten wird die Schalterhalle komplett umgebaut. Doch die neue, offene Architektur ist nicht die einzige Erneuerung.
Matthias Piazza
Ivan Buck, Leiter Marketing und Verkauf der ZB, vor dem Container, der seit Donnerstag in Betrieb ist. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 30. August 2017))

Ivan Buck, Leiter Marketing und Verkauf der ZB, vor dem Container, der seit Donnerstag in Betrieb ist. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 30. August 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Seit Donnerstag müssen die Kunden der Zentralbahn (ZB), wenn sie den Schalter beanspruchen möchten, mit einem Container beim Gleis 1 vorliebnehmen. Denn die Schalterhalle ist in den nächsten fünf Monaten ganz in der Hand der Bauleute. Sie wird nach dem Umbau kaum wiederzuerkennen sein.

Die augenfälligste Veränderung: Die Glaswand, welche trennend zwischen Schaltermitarbeitern und Kunden stand, verschwindet. «Unsere Kunden empfangen wir künftig in heller, offener Umgebung», sagt Ivan Buck, Leiter Marketing und Verkauf. Als weiteren Vorteil hebt er den Sichtkontakt zum Busbahnhof hervor, dank neuer Glasfront.

Tourismus zieht ebenfalls an den Stanser Bahnhof

Doch nicht nur architektonisch, auch an der Dienstleistungsfront ändert sich einiges. So betreibt die Zentralbahn im Auftrag von Stans Tourismus im neuen Bahnreisezentrum eine Tourismusinformation. Die Gäste der Region Stans und Nidwalden können sich künftig über Ausflüge und touristische Dienstleistungen informieren – ebenfalls bedient von den gesamthaft fünf Schaltermitarbeitern der Zentralbahn, die 365 Tage abdecken. Auch das Büro von Nidwalden Tourismus zügelt an den Stanser Bahnhof.

Und Geld abheben ist dank eines neuen Bancomaten der Nidwaldner Kantonalbank am Bahnhof ab nächstem Jahr ebenfalls möglich. Rund 645 000 Franken investiert die Zentralbahn in die Erneuerung ihrer grössten Verkaufsstelle. «Die positiven Erfahrungen mit den modernisierten Bahnreisezentren Sarnen und Meiringen haben uns dazu bewogen, auch im Nidwaldner Kantonshauptort, einem wichtigen und stark frequentierten Bahnhof, unseren Schalter aufzuwerten», begründet Ivan Buck die Investition.

Mit rund 8 Millionen Franken im vergangenen Jahr ging der Umsatz am Bahnhof Stans allerdings erstmals leicht zurück. «Die Kunden lösen ihre Billette immer öfters am Automaten, über die App oder besitzen ein Abonnement. Und dank des Swiss-Passes müssen sie auch nicht mehr an den Schalter kommen, um ihr Halbtax oder ihr Generalabonnement zu erneuern», zählt Ivan Buck die Gründe für den Umsatzrückgang auf. Doch statt Schalter zu schliessen oder die Öffnungszeiten zu reduzieren, habe man sich für die Nutzung der Synergien mit Partnern und einen modernen Standort entschieden. «Mit den zusätzlichen Mietzinseinnahmen unserer Partner und der Zusammenarbeit mit ihnen ist der Fortbestand des Bahnreisezentrums auch künftig legitimiert», ist Ivan Buck überzeugt. Auch heutzutage schätzten die Kunden eine persönliche Beratung, wenn es etwa um die Organisation einer Schulreise gehe.

Mitte Januar des nächsten Jahres soll die modernisierte Schalterhalle in Stans eröffnet werden. Doch die Kunden werden an den zwei provisorischen Schaltern die gewohnte Dienstleistungspalette zu den üblichen Schalteröffnungszeiten vorfinden, so Buck. Für den Bahnhof Stans bestehen Absichten seitens der Gemeinde und des Kantons für einen grösseren Umbau des Bahnhofgebäudes. «Das könnte aber noch Jahre dauern, so lange wollten wir nicht zuwarten mit dem Schalterumbau.»

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