STANS: «Züglete» der kantonalen Stabsstelle ist voll im Gang

Die kantonale Stabsstelle zieht für rund zehn Monate in ein Provisorium. Eine logistische Herausforderung – nicht zuletzt, weil der Platz im «Container-Dorf» beschränkt ist.

Oliver Mattmann
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Corinne Troxler richtet ihr temporäres Büro im Container ein. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 4. April 2018))

Corinne Troxler richtet ihr temporäres Büro im Container ein. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 4. April 2018))

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

Schon seit geraumer Zeit stehen auf dem Kiesplatz der Nidwaldner Kantonalbank (NKB) in Stans mehrere aneinander gereihte Container. In diesen Tagen füllen sich die mobilen Büroräumlichkeiten, die während rund zehn Monaten dort stehen werden, mit Leben. Die Staatskanzlei zügelt diese Woche ihr «Hab und Gut» vom Regierungsgebäude am Dorfplatz 2 ins Provisorium und kann deshalb vorübergehend ihre Dienstleistungen nicht wie gewohnt aufrechterhalten. Eine Transportfirma karrt in regelmässigen Abständen Material heran, Angestellte des Strasseninspektorats helfen beim ­Wiederaufbau von Mobiliar und technischen Gerätschaften und EDV-Spezialisten arbeiten mit Hochdruck daran, das Netzwerk einzurichten.

Tönt ganz danach, als ob den Mitarbeitern der kantonalen Stabsstelle gegenwärtig Zwangsferien verordnet worden sind. «Das Gegenteil ist der Fall», sagt Landratssekretär Armin Eberli bei einem Augenschein vor Ort. «Die Mitarbeiter sind verpflichtet, ihre Sachen selber zu packen und nach der eigentlichen Züglete ihr neues Büro auch selber wieder einzurichten.»

Eine Umstellung – trotz gewohnter Umgebung

Ingesamt werden 17 Mitarbeiter im Container untergebracht, dazu gehören auch der Rechtsdienst und das Sekretariat der Zentralschweizerischen Regierungskonferenz. Der Regierungsrat wird seine Sitzungen temporär in Räumlichkeiten des NKB-Hauptgebäudes abhalten. «Der Umzug beschäftigt uns schon seit Monaten», so Armin Eberli. Ein Teil des Materials sei vorzu in Räumlichkeiten des Strasseninspektorats an der Kreuzstrasse verschoben worden, «weil wir hier nicht für alles Platz haben, auch wenn die Büros für ein Provisorium eine anständige Grösse aufweisen». Dies sei eine der grössten Herausforderungen gewesen: «Was nehmen wir mit und worauf können wir vermeintlich verzichten während dieser Phase?» Pult, Computer, Drucker – das alles wurde verfrachtet. Doch trotz gewohnter Umgebung werde es am neuen Standort eine Angewöhnungsphase brauchen, glaubt Armin Eberli. Als Beispiel nennt er die Lärmimmissionen der nahegelegenen und dicht befahrenen Hauptstrasse. «Doch wir sind positiv eingestellt», versichert er und schiebt mit einem Schmunzeln nach: «Für heisse Tage und die kalte Jahreszeit hat jedes Containerabteil ein Klima-Heizungs-Gerät.» Auch erachtet Eberli den Standort ausserhalb des Dorfkerns nicht als grossen Nachteil. Mehrere Direktionen seien in Gehdistanz stationiert. Und die Nähe zum Staatsarchiv erlaube es, dessen Räume mitzubenutzen, und die Netzwerkleitungen von dort hinters Gebäude zu ziehen.

Die Container-Lösung hat natürlich ihren Preis. «Auf der anderen Seite sparen wir in dieser Zeit die Miete fürs Gebäude am Dorfplatz ein», hält Armin Eberli fest. Dieses gehört der NKB, welche die historische Liegenschaft mit der Sanierung für die Zukunft fit machen will. Geplant sind neben Instandhaltungsarbeiten an der Aussenhülle eine optimalere Raumaufteilung, ein Lift, der Einbau der neusten Technik und ein Sitzungszimmer im Dachgeschoss.

Hinweis

Die Staatskanzlei ist ab Montag, 9. April, in ihrem Provisorium auf dem Kiesplatz der NKB offen. Besucher werden gebeten, die Parkplätze beim NKB-Hauptgebäude zu benutzen.