STANS: Zugsverkehr war drei Stunden unterbrochen

Auf dem Bahnübergang beim Paracelsusweg in Stans kam es am Montag zu einem Suizid. Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr.

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Der Bahnübergang beim Paracelsusweg in Stans. (Bild Matthias Piazza/Neue NZ)

Der Bahnübergang beim Paracelsusweg in Stans. (Bild Matthias Piazza/Neue NZ)

Der Personenunfall hat sich am Montagmorgen kurz vor sieben Uhr beim Bahnübergang in der Nähe des Kantonsspitals Nidwalden ereignet. Gemäss Carmen Kaufmann vom Nidwaldner Verhöramt hat es sich dabei um Suizid gehandelt. Das Suizidopfer ist ein zirka 30-jähriger Schweizer, so Kaufmann.

Zwei bis drei Suizide pro Jahr
Bereits im Juni war es beim selben Bahnübergang zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen. Gemäss Ivan Buck, Mediensprecher der Zentralbahn, ist das allerdings reiner Zufall. «Solche Ereignisse können auf dem ganzen Streckennetz passieren. Denn ein Zug, der mit 55 Kilometern die Stunde unterwegs ist, hat einen mehreren hundert Meter langen Bremsweg. Selbst auf einer Strecke mit guten Sichtverhältnissen kann der Lokführer nicht mehr reagieren.»

Massnahmen könnten darum keine getroffen werden, auch nicht beim besagten Bahnübergang. «Er ist mit Blinklichtern und einer Barriere gesichert, mehr können wir nicht machen.» Gemäss Ivan Buck kommt es auf dem rund 100 Kilometer langen Zentralbahn-Streckennetz zwei bis drei Mal im Jahr zu einem Suizid.

Strecke 3 Stunden unterbrochen
Der Abschnitt Stansstad–Stans war gestern zwischen 7 und 10 Uhr für den Zugsverkehr gesperrt. Busse übernahmen während dieser Zeit den Transport der Fahrgäste. Dank einer Zusammenarbeit mit einem Busunternehmer und der Streckenverlängerung bestehender Postautokurse sei dieses nicht einfache Unterfangen zu bewerkstelligen gewesen.

Vor allem am früheren Morgen gab es aber Verspätungen bis zu einer halben Stunde.

Matthias Piazza / Neue NZ