Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STANS: Zum Dank spielen sie in der Stube

Wie finanziert man ein neues Album ohne Plattenfirma? Buschi & Anni setzen auf Crowdfunding. Dabei werden Spender belohnt.
Buschi & Anni bei einem Auftritt an den Stanser Musiktagen im Jahr 2015. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)

Buschi & Anni bei einem Auftritt an den Stanser Musiktagen im Jahr 2015. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)

Ein neues Album ist teuer. Über 20'000 Franken kostet die Produktion von «Gin Folk», dem zweiten Tonträger von Buschi & Anni. «Früher schossen die Plattenfirmen die Kosten vor – vor allem bei grösseren Bands. Aber als kleine Band können wir das gleich vergessen, wie wir erfahren mussten. Die Plattenfirmen sind nur an denen interessiert, die schon gross rausgekommen sind», meint David Bucher, Mitglied der vierköpfigen Nidwaldner Band, die vor allem an lokalen Veranstaltungen wie Lakeside-Festival, Stanser Sommer, der Benefizveranstaltung der Stanser Musiktage oder der 1.-August-Feier in Altdorf (mit Stans als Gast) von sich reden machte.

Die Fans mit ins Boot geholt

Eine andere Form der Finanzierung musste her, um die noch fehlenden 5000 Franken einzuspielen. Das Zauberwort heisst Crowdfunding (auf Deutsch etwa «Schwarmfinanzierung»). «Damit machte ich schon sehr gute Erfahrungen. Innerhalb von sechs Tagen hatte ich so das Geld für ein Buch zusammen, das ich mit einem Kollegen herausgab», erzählt er.

Und so lancierte das Quartett am 11. September das Crowdfunding-Projekt auf 100-days.net. «Unsere grosse Fangemeinde fragte immer wieder nach einem neuen Album. Also wenden wir uns doch gleich an unsere Fans, statt dass wir im grossen Stil aus der eigenen Tasche Geld vorschiessen.» Die Rechnung scheint aufzugehen. «Wir haben schon über 3000 Franken beisammen», zieht er erfreut Zwischenbilanz. Als Nächstes kontaktiere er der Band Nahestehende, um zum restlichen Geld zu kommen. Die Spender werden mit einer Gegenleistung belohnt.

«Wir signieren ein Album. Ab einem Beitrag von 1200 Franken spielen wir bei jemandem zu Hause in der Stube.» Für 250 Franken etwa werden die Firmen mit Logo im Album aufgeführt. Das Ziel ist die Produktion von 1000 CDs und 500 Schallplatten. Natürlich ist das Album mit zehn Liedern auf Englisch, Französisch und im Nidwaldner Dialekt auch auf elektronischen Kanälen wie iTunes erhältlich. Der Tonträger wird am 27. Februar im Chäslager getauft.

Hohe Ansprüche – teure Produktion

Mit rund 20'000 Franken ist «Gin Folk» rund viermal so teuer wie ihr Erstling «Problems & Tables», wofür auch keine Fremdfinanzierung nötig war. David Bucher begründet die Mehrkosten mit der aufwendigeren Produktion. «Für ‹Problems & Tables› reichten zwei Tage. Wir spielten alles am Stück.» Für ihr zweites Album haben die vier, das sind neben David Bucher noch Simi Käslin, Sämi Locher und Urs Rütimann, höhere Qualitätsansprüche. So wird etwa der Einsatz eines jeden Interpreten separat aufgenommen. Bis zwei Tage Aufnahmedauer rechnet Bucher für einen einzelnen Song. Zwischen 10 und 15 Tage wird die Band im Tonstudio verbringen. «Dann haben wir etwas Schönes in der Hand.»

Matthias Piazza

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.