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STANS: Zwei talentierte Autoren aus dem «Kniri»

Hunderte von tollen Geschichten wurden für den «Klub der jungen Dichter» eingereicht. Die zwei Besten einer Kategorie gehen in die gleiche Klasse im Schulhaus Kniri.
Philipp Unterschütz
Lehrer Markus Zimmermann mit Robin Kraft und Jonathan Hildenbrand (von links). (Bild Philipp Unterschütz)

Lehrer Markus Zimmermann mit Robin Kraft und Jonathan Hildenbrand (von links). (Bild Philipp Unterschütz)

Zufall oder nicht? Immerhin wurden in den drei Kategorien im «Klub der jungen Dichter» unserer Zeitung 5067 Geschichten von Schülerinnen und Schülern aus der Zentralschweiz eingereicht. Dass in der Kategorie 5./6. Schuljahr die beiden Bestplatzierten Jonathan Hildenbrand (12) und Robin Kraft (11) in die gleiche Primarklasse im Stanser Kniri-Schulhaus gehen, ist doch einigermassen erstaunlich. Ihr Lehrer Markus Zimmermann tendiert zwar eher in Richtung Zufall und sagt, er sei überrascht. «Natürlich sind die Storys gut. Aber es war nicht primär die Idee, mitzumachen, um zu gewinnen. Wir haben den Wettbewerb benützt, um einen weiteren Schreibanlass für die Klasse in ein Projekt zu verpacken.»

Deutsch-Förderung lohnt sich

Ein solches Projekt war beispielsweise im September auch das Büchlein «Arnolds Auszeit» mit Kurzgeschichten der Schüler zu Winkelried im Zusammenhang mit dem 150-Jahr-Jubiläum des Denkmals in Stans. Die Klasse hat mit dem Verkauf einen Teil ihres Klassenlagers finanziert.

Nur Zufall dürfte es aber nicht sein, dass Jonathan und Robin mit ihren Geschichten im Klub der jungen Dichter gewonnen haben. Lehrer Markus Zimmermann animiert seine Klasse gezielt zum Umgang mit der deutschen Sprache. Einmal pro Monat gehts in die Bibliothek mit dem Auftrag, sich mit einem Buch zu befassen. Und das scheint auf fruchtbaren Boden zu fallen. «Es gibt etliche Schüler, die jetzt auch mal ein Buch lesen. Man muss sie halt manchmal auch etwas ‹drauflüpfen›», freut sich Markus Zimmermann und meint, die gezielte Investition in den Deutschunterricht habe schon zu grossen Fortschritten geführt, auch beim Schreiben. Dies sei umso wichtiger, weil das Deutschniveau der Schüler abgenommen hat. Die schnellen, elektronischen Medien, mit denen viele Junge sich heute beschäftigen, bringen sprachlich eher Nachteile. «Ich erkläre ihnen oft, warum gute Deutschkenntnisse wichtig fürs Leben sind. Inhalte einer Story sind nicht mal im Vordergrund. Viel wichtiger ist die gute Umsetzung einer Idee oder der Aufbau eines Textes.»

Bereits entsteht eine Fortsetzung

Und die beiden Gewinner wissen tatsächlich genau, warum es Sinn macht, die deutsche Sprache gut zu beherrschen. «Es ist wichtig, dass ich später gute Bewerbungen schreiben kann. Man muss seine Anliegen verständlich und klar rüberbringen können», meint Jonathan, der einmal irgendwo im Bereich Wirtschaft arbeiten möchte. Mit seiner Geschichte über eine Begegnung mit dem eigenen Ich in der Zukunft hat er sich den 1. Platz seiner Kategorie gesichert. Seine Geschichte endet mit der Frage, ob er diese Zukunft wohl verändern könne. «Ich bin bereits daran, einen zweiten Teil zu schreiben. Verwandte in Südtirol haben die Story cool gefunden und nach einer Fortsetzung gefragt.» Er hoffe, dass er es in den Ferien über die Festtage schaffe.

Es können nicht alle gewinnen

Der zweitplatzierte Robin kehrte in seiner Geschichte die Welt um, sein «Held» muss einem Flaschengeist drei Wünsche erfüllen: gute Taten. «Es sollte weniger Krieg geben, und man sollte etwas für die anderen machen», erklärt der aufgeweckte junge Autor, der vom Beruf Jetpilot träumt, den Hintergrund seiner Geschichte. Als Pilot sei natürlich gutes Englisch gefordert, «aber es ist schon sehr wichtig, dass man sich auf Deutsch gut ausdrücken kann».

Lehrer Markus Zimmermann freute sich auch über die gute Resonanz innerhalb der Klasse: Man sei stolz auf die Kameraden, Neid gebe es nicht. «Letztlich tut es allen gut. Auch wenn es mir selber fast etwas weh tut für andere, die nichts gewonnen haben. Es hätte noch viele andere gute Geschichten gehabt. Aber so ist es eben in einem Wettbewerb, es können nicht alle gewinnen. Und das ist halt auch eine wichtige Lehre.»

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