STANS/EL ALTO: «Man braucht hier nicht viel Luxus»

Bis Anfang Mai ist Roman Frey noch in Bolivien. Dort hilft er über die Bethlehem-Mission bei einem Projekt für Gemüseanbau – und dadurch der Bevölkerung.

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Roman Frey aus Stans pflanzt in Bolivien Lebensmittel für Arme an. Rechts von ihm steht ein Gewächshaus. (Bild: PD)

Roman Frey aus Stans pflanzt in Bolivien Lebensmittel für Arme an. Rechts von ihm steht ein Gewächshaus. (Bild: PD)

Für mehr als ein Vierteljahr hat sich Roman Frey ausgeklinkt. Statt wie sonst Kinder und Menschen mit Behinderungen zu betreuen, kümmert sich der 28-jährige Stanser um ein Projekt für Gemüseanbau in El Alto in Bolivien. Die Bethlehem-Mission hat ihm das Praktikum vermittelt. Sie bietet jungen Menschen zwischen zwanzig und dreissig Jahren die Möglichkeit, Einsätze in Lateinamerika, Afrika oder Asien zu leisten. «Meine Motivation war, eine andere Kultur und einen anderen Kontinent kennen zu lernen», erzählt er. «Zudem kann ich mit dem Einsatz etwas Sinnvolles leisten.»

Bei dem Projekt, an dem Roman Frey mitarbeitet, geht es um die Förderung des Gemüseanbaus in Gewächshäusern zum Eigenkonsum und zum Verkauf. «Ziel ist, dass die Stadtbevölkerung gesünder isst, vor allem die Kinder», erklärt er den Hintergrund. Er hilft dem Sozialarbeiter Serge Ducrocq vom Sozialwerk Focapaci des Bistums von El Alto vor allem, Familien zu unterstützen, die aus Armut vom Land in die Stadt ziehen und dort auf ein besseres Leben hoffen. Stattdessen verfallen aber noch mehr von ihnen der Armut. 300 solcher Familien betreut der Sozialarbeiter.