Stanser Dofkern birgt wertvolle Funde

Die Baugruben beim Stanser Dorfplatz sind für Archäologen hochinteressant. Sie erhoffen sich wichtige Erkenntnisse über die Stanser Dorfgeschichte.

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Archäologe Jörn Heimann untersucht die Baugrube beim Stanser Rathaus. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Archäologe Jörn Heimann untersucht die Baugrube beim Stanser Rathaus. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Im historischen Stanser Dorfkern wird gegraben, um Leitungen für den Fernwärmeverbund zu erstellen. Für die Archäologen ist dies ein wahrer Glücksfall. «Rathausplatz und Kloster sind in einem archäologisch wichtigen Gebiet, das auf unseren Karten noch einen weissen, unerforschten Flecken darstellt», erklärte Staatsarchivar Emil Weber gestern an einer Führung. «Die Grabungen liefern sozusagen einen Querschnitt durch die Stanser Dorfgeschichte.»

Beitrag zur Geschichtsschreibung

Die Befunde fliessen in das Grabungsschutzinventar, das zurzeit entsteht. Archäologische Baubegleitungen finden vor allem in historisch interessanten Zonen wie eben dem Stanser Dorfkern statt. Die gesamten Funde werden in Luzern gewaschen, in Stans eingelagert und im Grabungsschutzinventar dokumentiert.

«Interessant sind die Funde, wenn sie im Zusammenhang ausgewertet werden und so zur Geschichtsschreibung beitragen können. Denn schriftliche Quellen sind oft trockene Verwaltungsakten, und diese decken immer nur gewisse Aspekte des Lebens ab», sagte Staatsarchivar Emil Weber.

Matthias Piazza

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