Stanser Jungforscher räumt vier Preise ab

Am 23. Europäischen Wettbewerb für Nachwuchsforschende sorgte die Arbeit eines Nidwaldners für grosses Aufsehen: Der Stanser Pius Theiler gewann mit seinem Projekt TT Cam, einer mobilen Zwischensicherung für den Klettersport, gleich vier Preise.

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Nachwuchsforscher Pius Theiler räumte gleich vier internationale Preise ab. (Bild: PD)

Nachwuchsforscher Pius Theiler räumte gleich vier internationale Preise ab. (Bild: PD)

Der 19-jährige passionierte Kletterer Pius Theiler aus Stans entwickelte eine neuartige Felsklammer, die es erlaubt, sich beim Klettern an Felsrippen und -schuppen abzusichern. Zwischensicherungen werden beim Klettern dort eingesetzt, wo keine vorinstallierten Fixpunkte (z.B. Bohrhaken) vorhanden sind. Bisher war es nicht möglich, Zwischensicherungen an vorstehenden Strukturen zu generieren, heisst es in einer Medienmitteilung der Wirtschaftsförderung Nidalden vom Montag.

Die Jury des 23. Europäischen Wettbewerbs für Nachwuchsforschende, bestehend aus hochkarätigen Wissenschaftlern aus ganz Europa, honorierte Pius Theilers Projekt aufgrund des hohen Innovationsgrades gleich mit vier Preisen. TT Cam wurde mit dem Hauptpreis, einem Geldpreis in der Höhe von 7000 Euro ausgezeichnet. Weiter wurde die Arbeit mit den beiden Ehrenpreisen LIYSF und SYISS geehrt, welche zur Teilnahme an der Nobelpreisverleihung 2011 in Stockholm und zur Teilnahme an einem zweiwöchigen internationalen Wissenschaftsseminar in London berechtigen. Der vierte Preis ermöglicht Pius Theiler einen einwöchigen Aufenthalt am Europäischen Patentamt in München.

Diana Hartz, Leiterin der kantonalen Wirtschaftsförderung, würdigt den Shootingstar des Europäischen Wettbewerbs für Nachwuchsforschende 2011: «Talentierte junge Menschen wie Pius Theiler fördern mit ihrer wissenschaftlichen Neugier, Kreativität und Problemlösungskompetenz das Ansehen der Schweiz im Ausland und tragen bei zur Sicherung des Innovationsstandorts Schweiz.»

pd/zim

Europäischer Wettbewerb für Nachwuchsforschende

Die Europäische Kommission organisiert seit 1989 jährlich den europäischen Wettbewerb für 16- bis 20-jährige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Teilnahmeberechtigt sind ausschliesslich die Hauptgewinnerinnen und -gewinner der nationalen Wettbewerbe (Schweiz: Nationaler Wettbewerb der Stiftung Schweizer Jugend forscht). Vom 23. - 28. September 2011 waren im finnischen Helsinki 37 Länder mit 134 Teilnehmenden und 87 Projekten vertreten. Eine Fachjury, bestehend aus renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beurteilte die Forschungsarbeiten und prämierte die besten unter ihnen.

pd/zim