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Stanser Kurvenkönig feiert Titel in Supermoto-Klasse

Grosser Erfolg für Supermoto-Fahrer Benno Bieri in seiner ersten Saison: Im letzten Meisterschafts-Rennen in Ramsen (SH) lässt er sich den Gesamtsieg nicht mehr nehmen und wird damit Schweizer Meister.
Franz Niederberger
Der Stanser Benno Bieri - hier beim Rennen in Gontenschwil - holt in seiner ersten Super-Moto-Saison gleich den Titel bei den «Einsteigern». (Bild: PD)

Der Stanser Benno Bieri - hier beim Rennen in Gontenschwil - holt in seiner ersten Super-Moto-Saison gleich den Titel bei den «Einsteigern». (Bild: PD)

Ein Platz unter den besten fünf Supermoto-Fahrern war das Saisonziel. Doch je länger die Saison dauerte, umso mehr mauserte sich Benno Bieri zum Titelaspiranten. Acht Rennen je zwei Läufe zählten zur Wertung für die Schweizer Meisterschaft. Von den 16 Läufen entschied der 25-jährige Stanser deren neun zu seinen Gunsten, jedes Mal stand er auf dem Podest. Im Schnitt waren 30 bis 35 Fahrer am Start.

Bereits vor dem letzten Lauf konnte die Konkurrenz dem gelernten Forstwart den Titel nicht mehr streitig machen. «Den letzten Lauf konnte ich richtig geniessen. Das Gefühl, Schweizer Meister zu sein und die Freude bei der Zieldurchfahrt, waren unbeschreiblich», äusserte sich Benno Bieri danach. Der Titel war der verdiente Lohn für den grossen finanziellen und zeitlichen Aufwand. Denn wenn keine Rennen auf dem Programm stehen, ist er jedes Wochenende am Trainieren, meistens in Italien in der Nähe von Mailand.

Vom Übernachten in Hotels oder grosse Unterstützung kann Bieri nur träumen. Sein Bus ist Transportfahrzeug und Wohnmobil in einem. Der Gewinn des Schweizer Meistertitels bei den Einsteigern wäre, wie Benno Bieri betont, ohne die Mithilfe seines Bruders Ronny als Mechaniker sowie die Unterstützung der Eltern und Freundin Angelika kaum zustande gekommen. Als Organ verwaltet die FMS (Federation Moto Suisse) den Motorradsport auf nationalem Niveau.

Die Liebe zu Zweirädern

Hoch über Ennetbürgen aufgewachsen, legte Bieri den Schulweg meistens auf Zweirädern zurück, anfangs ohne, später mit Motoren. Das Interesse für Motorräder kommt nicht von ungefähr. Vater Toni ist wie auch Mutter Rita oft auf dem Töff unterwegs. Sie war früher Rennfahrerin bei Ducati-Rennen und im Frauencup. So richtig anfreunden konnte sich Sohn Benno mit den Strassenmaschinen nicht, er bevorzugte das Gelände abseits der Strassen und des Verkehrs. Rennluft schnupperte Benno zum ersten Mal bei der «Tefflirally», später beim ersten Motocross-Rennen in Obbürgen.

Benno Bieri in seiner Werkstatt. (Bild: Franz Niederberger (Stans, 8. Oktober 2018))

Benno Bieri in seiner Werkstatt. (Bild: Franz Niederberger (Stans, 8. Oktober 2018))

Vom Rennvirus infiziert wurde er endgültig bei einem Supermoto-Rennen in Emmen. Mit einer Tageslizenz demonstrierte Bieri sein Talent und erkämpfte sich Rang vier. Das gab die Motivation, 2018 mit einer Jahreslizenz bei den Einsteigern Rennen zu fahren. Mit einer 60 bis 70 PS starken TM-Racing-Maschine aus Italien konnte die Saison nach vielen Trainings beginnen. Die Supermoto-Rennen werden auf Beton und Asphalt zu rund zwei Dritteln der Strecke sowie offroad ausgetragen. In der Regel beträgt eine Rundendistanz 1400 bis 1800 Meter, die Renndauer 10 Minuten plus eine Runde. Nebst dem fahrerischen Können konnte Bieri auch auf seine Fitness in die Waagschale werfen. So stellte er seine besten Zeiten meistens in den letzten Runden auf, während seine Konkurrenten nicht mehr zulegen konnten.

25000 Kilometer pro Jahr unterwegs

Fitness ist auch abseits der Pisten angesagt, nebst dem 100-prozentigen Arbeitseinsatz ist der Stanser pro Jahr rund 25 000 Kilometer auf Achse. Der nächste Schritt ist der Start 2019 in der Promo-Kategorie. Damit das Ziel, ein Platz unter den zehn Besten, realisiert werden kann, muss noch mehr Zeit investiert werden. Gross ist auch der finanzielle Aufwand. Ein Sponsorenkonzept sollte Ausgaben in erträglichem Rahmen ermöglichen. An den Rennwochenenden werden bei den Promo drei Läufe gefahren, was sich vor allem auf den Pneu-Verschleiss niederschlägt. Damit Bieri die Rennwochenenden optimal vorbereiten kann, ist er auch auf das Entgegenkommen seines Arbeitgebers angewiesen.

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