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Stanser Leichtflugzeug hebt ab

Das leiseste Schulungsflugzeug der Schweiz ist nun auch auf dem Flugplatz Beromünster im Einsatz. Und bereits gibt es weitere Aufträge für die Stanser Lightwing AG.
Matthias Piazza und Erik Schwickardi
Die Lightwing AC4 an ihrem feierlichen Empfang auf dem Flugplatz Beromünster. (Bild: PD (3. Mai 2018))

Die Lightwing AC4 an ihrem feierlichen Empfang auf dem Flugplatz Beromünster. (Bild: PD (3. Mai 2018))

«Wir haben einen erfolgreichen Start hingelegt», freut sich Marco Trüssel, der Mitinhaber der Lightwing AG. Im vergangenen November hat das Stanser Unternehmen vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) die Zertifizierung für die serielle Produktion des Lightwing AC4 erhalten, des ersten in der Schweiz hergestellten Leichtflugzeugs. Es wiegt inklusive Passgier und Treibstoff nur 600 Kilogramm.

Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit und entsprechenden Entwicklungskosten ist nun die erste Zehnerserie angelaufen. Die ersten Leichtflugzeuge orderten der Flugplatz Buttwil AG und die Flugbetriebs AG (Flubag) Beromünster.

«Lightwing war unser Wunschkandidat»

Anfang Mai wurde eine Lightwing AC4 feierlich auf dem Flugplatz Beromünster empfangen. «Als leichtestes Schulungsflugzeug der Schweiz war die Lightwing AC4 unser Wunschkandidat», sagte Chef-Fluglehrer Urs Reber. Und Hans-Ruedi Müller, Verwaltungsrats-Präsident der Flugplatz-Betreiberin Flubag und selbst Helikopter-Fluglehrer, freute sich über die Flottenerweiterung: «Die Lightwing AC4 passt als modernes und sparsames Flugzeug sehr gut in unsere Flugzeug-Flotte.»

Marco Trüssel bestätigt, dass die AC4 als Schulungsflugzeug sehr gefragt ist, nicht nur auf den Flugplätzen Buttwil und Beromünster, sondern für die schweizweit grösste Flugschule Horizon in Kloten, welche ebenfalls ein Leichtflugzeug aus dem Hause Lightwing bestellte. Mit weiteren Kunden sei man in Verhandlung.

Die Lightwing AG mit Produktionsstandort Ennetbürgen ist neben der Pilatus-Flugzeugwerke AG die einzige Flugzeugherstellerin in der Schweiz, die Flugzeuge von A bis Z fertigt. Sie wurde im Jahre 2000 gegründet mit dem Ziel, Leichtflugzeuge zu produzieren.Vor der Zertifizierung für die Produktion eines AC4-Prototypen im Februar 2013 konnte die Firma aber «bloss» fertige Flugzeuge der Ultraleichtklasse (Maximalgewicht 472,5 Kilogramm) importieren und vertreiben.

Zwischen einem und zwei Monaten dauert heute die Produktion eines AC4. Wie sich die Geschäfte nach dieser ersten Zehnerserie weiterentwickeln und wie viele Leute dereinst mit deren Produktion beschäftigt sein werden, mag Marco Trüssel nicht abschätzen. Mit der aktuellen Auftragslage ist er für den Moment zufrieden. «Wir sind dort, wo wir sein wollen», hält er fest.

Günstig und ökologisch

Die vielen Vorteile des AC4 lassen ihn zuversichtlich in die Zukunft blicken. «Vor allem der geringe Energieverbrauch stechen hervor. Mit 12 bis 14 Litern pro Flugstunde braucht unser Flugzeug nur etwa einen Drittel so viel Benzin wie ein herkömmliches Schulflugzeug. Das wirkt sich nicht nur in der Ökobilanz positiv aus, sondern auch in den Kosten für Betrieb und Unterhalt. Eine Flugminute kostet nur etwa zweieinhalb statt viereinhalb Franken.» Wegen seiner leichten Bauweise und des sparsamen Einsatzes von Material liege der Anschaffungspreis auch bei nur etwa 160000 Franken.

Als weitere Vorteile hebt er das Glascockpit hervor, die moderne Technik und die hohe Schweizer Qualität. Und dank des geringen Gewichts und der optimalen Flugeigenschaften weist das Flugzeug auch nur kurze Start- und Landeeigenschaften auf.

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