Stanserhorn: Murmeli-Tradition geht weiter

Das Stanserhorn ohne Murmeltiere? Für die Ranger unvorstellbar. Mit einer Sammelaktion brachten sie das Geld für ein neues Gehege zusammen.

Drucken
Teilen
Ein Murmeli kriecht hervor. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Ein Murmeli kriecht hervor. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Seit 1912 gibt es auf dem Stanserhorn Murmeltiere zu bewundern. Kurz sah es aus, als ob diese Tradition mindestens vorübergehend endet. Aber innert kürzester Zeit haben die Ranger auf dem Stanserhorn 130'000 Franken für ein neues Murmeligehege zusammengetragen. Ober-Ranger Werner Flury konnte dieses Resultat am Mittwoch auf dem Stanserhorn verkünden. Die Ranger übergaben das Gehege in die Obhut der Stanserhorn-Bahn.

Stanserhorn-Bahn-Direktor Jürg Balsiger im neuen Gehege. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
17 Bilder
Das neue Gehege hat rund 130'000 Franken gekostet. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Schon ist ein Murmeli da und erkundet die Umgebung. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Die Mauer rundherum ist 1,5 Meter hoch. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Die Stanserhorn-Ranger. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Die Ranger übergaben das Gehege in die Obhut der Stanserhornbahn. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Ober-Ranger Werner Flury: «Das Gehege ist sozusagen bei den Aufräumarbeiten für die neue Cabrio-Bergstation entstanden». So seien auch die Baukosten im Rahmen geblieben, denn die Bauinstallationen waren schon vorhanden. Andernfalls hätte das Material mit teuren Helikopterflügen herantransportiert werden müssen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Auf Initiative von Jürg Balsiger liessen die freiwillig auf dem Stanserhorn tätigen Ranger ihre Kontakte spielen und starteten eine Sammelaktion - zugunsten der Munggen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Die Stanserhorn-Ranger Werner Flury, Peter Niederberger, Sepp Christen, Sepp Stalder und Jürg Balsiger (von links). (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Ein Murmeli kriecht hervor. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Schon am 31. Juli erkundet ein Murmeli das neue Gehege. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)
Seit August 2010 befanden sich die putzigen Vierfüssler auf dem Grimselpass. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Seit August 2010 befanden sich die putzigen Vierfüssler auf dem Grimselpass. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
Seit August 2010 befanden sich die putzigen Vierfüssler auf dem Grimselpass. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
26. August 2010: Die Murmeli ziehen um. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
26. August 2010: Die Murmeli ziehen um. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
26. August 2010: Die Murmeli ziehen um. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Stanserhorn-Bahn-Direktor Jürg Balsiger im neuen Gehege. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Hoffnung auf Nachwuchs

Von den sieben Murmeltieren, die während des Bahnbaus auf dem Grimsel waren, wurden drei wieder zurückgeholt. Eines der Tiere sei während der Quarantäne im Tierpark Goldau an einer Krankheit gestorben, sagte Fabian Bieri, Abteilungsleiter Jagd und Fischerei beim Kanton Nidwalden. Ein Tier ist von der Klewenalp zu der Gruppe gekommen. «Wir haben bewusst nur drei Tiere in das neue Gehege eingesetzt», erklärte er auf Anfrage. Dieses biete Platz für sechs bis sieben Murmeli. «Hätten wir die maximale Anzahl Tiere ins Gehege gesetzt, würden sie sich wahrscheinlich nicht vermehren, da die Kapazität des Lebensraums erreicht wäre.» Jetzt hofft man auf dem Stanserhorn, dass die beiden Männchen und das Weibchen, die sich nach anfänglichem Rangordnungsstreit gut verstehen, im nächsten Jahr Nachwuchs haben.

Martin Uebelhart

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.