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Stanserhornbahn knackt die 200 000er-Grenze

Noch nie transportierte die Stanserhornbahn so viele Gäste wie im vergangenen Jahr. Der scheidende Verwaltungsratspräsident warnte allerdings vor zu viel Euphorie.
Matthias Piazza
Heinz Keller, abtretender Verwaltungsratspräsident der Stanserhornbahn (Mitte), mit Nachfolger André Britschgi (rechts) und dem neuen Verwaltungsrat Lukas Arnold. (Bild: Philipp Unterschütz (Stans, 26. April 2019))

Heinz Keller, abtretender Verwaltungsratspräsident der Stanserhornbahn (Mitte), mit Nachfolger André Britschgi (rechts) und dem neuen Verwaltungsrat Lukas Arnold. (Bild: Philipp Unterschütz (Stans, 26. April 2019))

Superlativen waren an der gestrigen Generalversammlung der Stanserhornbahn öfters zu hören. «Wir blicken auf ein sonniges, traumhaftes Rekordjahr zurück», fasste der scheidende Verwaltungsratspräsident Heinz Keller das vergangene Jubiläumsjahr zusammen. Das Geburtstagskind transportierte so viele Gäste wie noch nie in ihrer 125-jährigen Geschichte. Mit 212872 Personen wurde erstmals die 200000er-Marke geknackt. Und es wurden damit 14 Prozent mehr Gäste transportiert als im bisherigen Rekordjahr 2015. «In allen drei Geschäftsfeldern Bahn, Gastronomie und Shop, wurden die bestehenden Rekorde pulverisiert», sagte Heinz Keller vor den 516 Aktionären in der vollen Stanser Turmatthalle. Doch warnte er vor zu viel Euphorie, sprach von einem Ausnahmejahr. «Wir dürfen nicht erwarten, dass wir ein solches Top-Ergebnis so schnell wieder erreichen.»

9,2 Millionen Franken betrug der Umsatz im vergangenen Jahr (4,9 Millionen Franken Bahn, 3,9 Millionen Franken Restaurant und eine halbe Million Franken Shop). Für Direktor Jürg Balsiger trug auch das Wetter zu diesem Ergebnis bei. «Hoffentlich erleben wir noch ein paar Mal einen solchen Sommer», meinte er dazu. Auch das vergünstigte Jubiläumsbillett habe seinen Beitrag dazu geleistet. Und zu guter Letzt habe der erstmals eingeführte Swiss-Travel-Pass zusätzliche Gäste aufs Stanserhorn gelockt. Mit dem Billett können ausländische Touristen Bahn, Schiff und viele Bergbahnen in der Schweiz benutzen. Umso mehr bedauert Jürg Balsiger, dass die Stanserhornbahn sich bereits in wenigen Jahren auf Druck grosser Bergbahnen wieder vom Swiss-Travel-Pass verabschieden müsse, führte er aus.

Fast doppelt so viele Gäste wie 1997

Das vergangene Jahr ist der vorläufige Höhepunkt einer langjährigen Entwicklung, wie Stanserhornbahn-Direktor Jürg Balsiger anhand der Zahlen eindrücklich veranschaulichte. Zwischen 2013 und 2018 wurden im Schnitt jährlich rund 180000 Gäste gezählt. Dies seien fast doppelt so viele wie im Jahr 1997. Ein grenzenloses Wachstum will man aber offenbar nicht anstreben. So sei der Flaschenhals Standseilbahn mit seiner begrenzten Kapazität eher Segen als Fluch. «Dank diesem Dosiersystem haben die Gäste ein richtiges Bergerlebnis mit genug Platz».

André Britschgi ist neuer Verwaltungsratspräsident

An der Spitze der Erfolgsbahn gab es zwei Wechsel. Nach 23 Jahren trat Heinz Keller als Verwaltungsrat der Stanserhornbahn zurück (siehe Nachgefragt). Vizepräsident Thomas Hochreutener blickte in einer informativ-launigen Würdigung auf die Ära Kellers zurück mit markanten Stationen, wie etwa der Eröffnung des Drehrestaurants oder der Inbetriebnahme der Cabriobahn.

Auf Heinz Keller folgte der Stanser Rechtsanwalt André Britschgi. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde der Stanser Unternehmer und Gemeinderat Lukas Arnold. «Ich freue mich, dass ich nun nicht nur konsumieren, sondern auch etwas zur Stanserhornbahn beitragen kann», meinte er zu seiner Wahl. Thomas Hochreutener, Klaus Kayser, Peter Durrer, Joe Christen und Sonja Theiler wurden in ihrem Amt als Verwaltungsrat für drei weitere Jahre bestätigt.

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