STANS/HERGISWIL: Kreative Familiensujets an den Kinderumzügen

Vielfältige Kindersujets und fröhliche Stimmung beherrschten die Kinderumzüge in Stans und Hergiswil.

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Am Kinderfasnachtsumzug in Hergiswil. (Bild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Am Kinderfasnachtsumzug in Hergiswil. (Bild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Waghalsige Piloten, die mit ihrem Propellerflugzeug gerade zum Start ansetzen, gefährliche Piraten, bereit zum Entern, Gärtner, Schneemänner, eine Giraffe, ein Löwe, Zebras: Die vielfältigen Sujets am Kinderumzug in Stans waren eine wahre Augenweide. Schätzungsweise zwischen 300 und 500 Kinder und Erwachsene und etwa ein Dutzend Guuggenmusigen sorgten für einen bunten, schrillen, originellen Güdismontag, der es mit dem Umzug der «Grossen» vom Schmutzigen Donnerstag problemlos aufnehmen konnte. Bunt und ausgelassen zog der Korso vom Schulhaus Turmatt zum Dorfplatz, wo die Guugenmusigen ihr Platzkonzert gaben und die Fasnachtsstimmung nochmals so richtig anheizten. Nebst den originell verkleideten Kindern stachen auch die vielen Familien ins Auge, die sich für ein gemeinsames Sujet entschieden und etwa als Gärtner durch die Strassen zogen. Besonders gross war die Schneemännerfamilie: Sie bestand aus einem Dutzend kleiner und grosser Schneemänner und -frauen.

Höhepunkt Monstertatzelwurm
Fröhliche Stimmung herrschte gestern auch an der Hergiswiler Kinderfasnacht, die seit Jahren von den Alt-Gnomen organisiert wird. Begleitet von den Hergiswiler Guuggenmusigen Lopper-Gnome und Schärbähufä genossen zahlreiche Kinder die Fasnacht als Cowboy, Löwe, Prinzessin, Pinguin, Indianer, Häsli, Clown und vieles mehr. Mit dabei waren auch begeisterte Mütter, Väter und Grosseltern. Nach dem Umzug gings zum Chilezentrum, wo DJ Taxi für gute Stimmung sorgte. Höhepunkt der Kinderfasnacht bildete der farbenfrohe Monstertatzelwurm, angeführt von «Umzugsdirektor» Jochen Walter Bösch. Wie üblich gabs für jedes Kind ein Zabig und die beliebte fasnächtliche Wundertüte.

Wildwest im Lopperdorf
Die Kinder waren bereits zu Hause und träumten von ihrem Fasnachtstag, als sich im Lopperdorf auch die Grossen ins Getümmel stürzten. Unter dem Motto «Wildwest oder ganz nach Lust und Laune» zogen die Einzelmasken im Dorf herum. Für spezielle Stimmung sorgte die Gruppe Nahbrand unter ihrem Tätschmeister Richi Kammermann. Einem öffentlichen Aufruf, mit einem beliebigen Instrument in der Glasi zu erscheinen, folgten wiederum zahlreiche Leute. Dort fand die erste und einzige Probe dieser Ad-hoc-Guugge statt. Gut gestärkt gings mit kakafonischen Klängen von Beiz zu Beiz. Bereits heute ist die Nahbrand-Gugge 2009 wieder Geschichte.

map/KL