STANS/PASCALE BRUDERER: «Im Nationalrat nützt selbst die Glocke nichts»

Wo geht es turbulenter zu und her: im Nationalrat oder im Nidwaldner Landrat? Die höchste Schweizerin Pascale Bruderer plauderte aus den Nähkästchen.

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Pascale Bruderer hier in Engelberg. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Pascale Bruderer hier in Engelberg. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Da tritt eine elegante Person in den Landratssaal im Rathaus zu Stans ein, nimmt den Sessel des Vorsitzenden ein, schaut in die Runde von gegen fünfzig Personen und erklärt mit kräftiger Stimme: «Dieser Sitz ist bequemer als mein Nationalratspräsidentenstuhl im Bundeshaus.»
Landratspräsident Res Schmid (SVP, Emmetten)begrüsst den hohen Gast. Er macht auf die unterschiedlichen politischen Standpunkte zwischen ihm und der sozialdemokratischen Spitzenpolitikerin aus dem Aargau aufmerksam und kehrt umgehend wieder zu den Gemeinsamkeiten zurück. «Sie führen ein Parlament, und ich führe ein Parlament.»
Nach kurzem Dialog waren sich Pascale Bruderer und Res Schmid einig, dass es in der Grossen Kammer in Bern wesentlich undisziplinierter zu und her geht als im beschaulichen Landratssaal in Stans. «Im Nationalrat nützt ab und zu selbst die Glocke nichts», erzählt die höchste Schweizerin des Jahres 2010 schmunzelnd.

Primus Camenzind

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».