STANS/PHILIPPINEN: Neuer Wald für ein besseres Leben

Rolf Boller aus Stans lebt die nächsten drei Jahre mit seiner Partnerin auf den Philippinen. Dort arbeitet er für ein Aufforstungsprojekt.

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Rolf Boller und Pia Fleischlin freuen sich auf ihren sozialen Einsatz auf den Philippinen. (Bild pd)

Rolf Boller und Pia Fleischlin freuen sich auf ihren sozialen Einsatz auf den Philippinen. (Bild pd)

«Der wahre Sinn des Lebens besteht darin, Bäume zu pflanzen, in deren Schatten man vermutlich nie selbst sitzen wird.» Diese Aussage von Nelson Henderson, einem nach Amerika ausgewanderten irischen Bauern, haben sich Pia Fleischlin und Rolf Boller zum Leitspruch ihres neuen Lebens gewählt. Die nächsten drei Jahre werden der 32-jährige Forstingenieur und die 30-jährige kaufmännische Angestellte genau dafür sorgen: dass nämlich Bäume gepflanzt werden.

Die Bauern in den Dörfern beraten
Ihr Einsatz für die Bethlehem Mission Immensee führt Fleischlin und Boller nach Luzon, der nördlichsten der drei philippinischen Hauptinseln. Dort werden sie in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Bauern ein Aufforstungsprojekt weiterführen. Rolf Boller: «In diesem Berggebiet wurden die ehemals bewaldeten Hänge so stark abgeholzt, dass der grösste Teil des Humus durch Bodenerosion bereits verschwunden ist.»

Der Forstingenieur tritt in die Fussstapfen seines Vorgängers, der nach vier Jahren Aufbauarbeit auf den Philippinen in die Schweiz zurückkehrt. So kann er sich auf bereits vorhandene Initiativen zur Walderhaltung und zum biologischen Landbau stützen: «Meine Aufgabe besteht darin, in die Dörfer zu gehen und die Bauern zu beraten.» Das langfristige Ziel ist, einen gesunden Wald heranzuziehen, aber das braucht seine Zeit und eine langjährige Begleitung durch Fachleute.

Vom abenteuerlustigen Götti mit Fernweh angesteckt
Im Projekt wird Rolf Boller sein Fachwissen als Hydrologe, als Fachmann für den Wasserhaushalt des Bodens, einsetzen. «Mit den Bauern werde ich Quellschutzgebiete bestimmen, damit das kostbare Trinkwasser vor Verschmutzung und die Böden vor Austrocknung, Überweidung und Pestiziden geschützt sind.» Einen nicht minder wichtigen Beitrag zum Projekt wird die Partnerin von Rolf Boller, Pia Fleischlin aus Hochdorf, leisten. Sie wird verantwortlich sein für den Informationsfluss und für Koordinationsaufgaben.

Für das Paar war seit längerem klar, dass sie zusammen einen Einsatz in der Entwicklungszusammenarbeit leisten wollen. Pia Fleischlin wurde als Kind von ihrem abenteuerlustigen Götti mit Fernweh angesteckt. Für Rolf Boller war die Berufswahl bereits darauf ausgerichtet, auch im Ausland arbeiten zu können. Eine erste Gelegenheit ergab sein Zivildiensteinsatz in Kamerun.

Vermutlich werden Pia Fleischlin und Rolf Boller tatsächlich nie im Schatten jener neuen philippinischen Wälder sitzen. Sie können jedoch dazu beitragen, dass mit «ihren» Bäumen das Leben der Menschen dort besser wird.

Yvonne Kane, Medienbeauftragte der Bethlehem Mission Immensee.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.

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