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STANSSTAD: 77-Jähriger erschiesst seine Ehefrau

In Stansstad hat sich am Freitag ein Drama abgespielt. Eine 73-Jährige wurde in ihrer Wohnung erschossen. Ihr Ehemann (77) steht unter dringendem Tatverdacht.
Die Polizei sucht nach Hinweisen aus der Bevölkerung. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Die Polizei sucht nach Hinweisen aus der Bevölkerung. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Oliver Mattmann
oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

Der Anruf bei der Nidwaldner Polizei geht am Freitagabend um 19.32 Uhr ein. Was der 77-jährige Mann aus Stansstad erzählt, lässt Schlimmes erahnen. Er gibt an, soeben seine Ehefrau am gemeinsamen Wohnort erschossen zu haben. Wenig später erhalten die ausgerückten Polizisten vor Ort die grausige Bestätigung: Sie stossen auf den leblosen Körper einer Frau. Beim Opfer handelt es sich um die 73-jährige Ehefrau des unter dringendem Tatverdacht stehenden Mannes, der sich widerstandslos festnehmen lässt.

Das Motiv und die Hintergründe des Tötungsdelikts waren gestern Abend noch unklar. «Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen, die auf Hochtouren laufen», sagte Staatsanwältin Petra Marti auf Anfrage. Sie bestätigte, dass die Polizei am Tatort eine Waffe sichergestellt hat. Um welche Waffe es sich handelt, ob der Mann diese legal besass und wie viele Schüsse damit abgegeben wurden, konnte die Staatsanwältin mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht sagen.

Die Eheleute waren alleine in der Wohnung

War dem Drama ein Streit vorausgegangen? Wollte der Mann seine Frau von einem gesundheitlichen Schicksal erlösen? Oder handelte es sich gar um einen schrecklichen Unfall? «Wir ermitteln in alle Richtungen. Gegenwärtig finden verschiedene Befragungen statt», so Petra Marti. Ob der Mann geständig ist, dazu konnte sie keine Angaben machen. Ebenso nicht zum geistigen und gesundheitlichen Zustand des Tatverdächtigen. Entsprechende Untersuchungen seien im Gange. Ob die Ehefrau krank war, dazu lägen ebenfalls noch keine Erkenntnisse vor. Rechtsmediziner und Forensiker aus Zürich sind in die Untersuchungen involviert.

Fest steht, dass der mutmassliche Täter und das Opfer – beides Schweizer – alleine in der Wohnung waren. «Es gibt bisher keine Hinweise, dass sich zum Tatzeitpunkt noch weitere Personen in der Wohnung aufgehalten haben.» In welchem Ortsteil von Stansstad sich der Schauplatz des Tötungsdelikts befindet, wollte die Staatsanwältin «aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes» nicht sagen. Offenbar hat aber sonst (fast) niemand die Tat mitbekommen. Zumindest sind laut Marti bei der Polizei keine Anrufe besorgter Bürger eingegangen, die einen oder mehrere Schüsse gehört hätten.

Tragödien mit Paaren im Seniorenalter häufen sich

Der Stansstader Gemeindepräsident Beat Plüss zeigte sich am Samstag auf Anfrage «schockiert» über den Vorfall. Er wünsche den Angehörigen in dieser schweren Zeit viel Kraft. Zu denken gebe ihm die jüngste Häufung von Familientragödien mit älteren Menschen. Vor elf Tagen hatte ein Ehemann seine 83-jährige Frau in Affoltern am Albis im Spitalbett erschossen. Und vor knapp einer Woche fand die Aargauer Polizei ein älteres Paar (82 und 79) tot in seiner Wohnung in Oftringen. Beide wiesen Schussverletzungen auf. Nach ersten Erkenntnissen hatte einer der Eheleute den anderen getötet und sich dann selber umgebracht.

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