STANSSTAD: Der Seebagger hat bald ausgebaggert

Ein langer Rechtsstreit ist beendet: Der Kiesabbau vor Stansstad wird zum 31. Oktober 2013 eingestellt. Im Gegenzug ziehen die Beschwerdeführer ihre Einsprache am Bundesgericht zurück.

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Der Seebagger vor Stansstad steht nur noch bis Ende Oktober 2013 im Einsatz. (Bild Oliver Mattmann/Neue NZ)

Der Seebagger vor Stansstad steht nur noch bis Ende Oktober 2013 im Einsatz. (Bild Oliver Mattmann/Neue NZ)

Die Seeanstösser der Gemeinde Stansstad, die Interessengemeinschaft «Aufbau statt Abbau – für ein wohnliches Stansstad», und die Holcim Kies und Beton AG haben sich geeinigt: Holcim verpflichtet sich, den Kiesabbau zum 31. Oktober 2013 einzustellen und den Seebagger spätestens drei Monate nach Einstellung der Abbautätigkeit aus dem Abbaugebiet abzuziehen. Während des Abbaus garantiert Holcim, dass zwischen 12 und 13 Uhr im Seebecken vor Stansstad keine lärmverursachenden Arbeiten ausgeführt werden und dass grundsätzlich ein Mindestabstand des Baggers zum Seeufer von 200 m eingehalten wird.

Das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden hat Ende November 2009 eine Beschwerde von Anwohnern abgewiesen, die den Kiesabbau in der Seebucht vor Stansstad verhindern wollten. Die Opponenten haben ihre Beschwerde daraufhin ans Bundesgericht weitergezogen. Auf Anregung der Landwirtschafts- und Umweltdirektion des Kantons Nidwalden erklärten sich Holcim und Seeanwohner bereit, nach einer aussergerichtlichen Lösung zu suchen. Danach wird der Regierungsrat im Rahmen der nächsten ordentlichen Richtplananpassung dem Landrat den Verzicht auf das Kiesabbaugebiet im See vor Stansstad beantragen. Der Regierungsrat wird keine neue Verleihung oder Bewilligung zur Förderung von Steinen, Kies, Sand oder anderem Material aus dem Seegebiet vor Stansstad erteilen, bis der Landrat über den Antrag auf Streichung des Kiesabbaugebiets aus dem Richtplan definitiv entschieden hat.

zim