STANSSTAD: Die Feuerwehr bleibt im Dorf

Was bis vor kurzem noch als wenig sinnvoll erachtet wurde, soll nun doch realisiert werden: ein neues Feuerwehrlokal mit Werkhof im Herzen des Dorfes.

Roland Hügi
Merken
Drucken
Teilen
Der alte Standort soll der neue sein: Feuerwehrlokal Stansstad. (Bild: Philipp Unterschütz / NZ)

Der alte Standort soll der neue sein: Feuerwehrlokal Stansstad. (Bild: Philipp Unterschütz / NZ)

Seit Jahren ist der Bau eines neuen Feuerwehrlokals und Werkhofs in Stansstad ein Thema. Rund zwei Dutzend Standorte hat der Gemeinderat in den vergangenen Jahren bereits geprüft. Doch entweder waren sie nicht geeignet, viel zu teuer oder der Gemeinde wurde das dazu nötige Land nicht zur Verfügung gestellt. Zuletzt im November 2015. Damals lehnte es die Kirchgemeindeversammlung Stansstad mit einem wuchtigen Nein ab, dass auf dem Land der Kirchgemeinde neben dem Friedhof an der Bürgenstockstrasse ein Werkhof mit Feuerwehrlokal errichtet werden könnte.

«Die wohl sinnvollste Lösung»

An der Stansstader Gemeindeversammlung vom vergangenen Dienstag liess Gemeindepräsident Beat Plüss in einer kurzen Information nun die Katze aus dem Sack: «Der neue Werkhof soll am jetzigen Standort entstehen.» Einen entsprechenden Beschluss habe der Gemeinderat an seiner Klausur Anfang Mai gefasst. Damit gehe man den wohl einzig machbaren Weg in dieser Angelegenheit. Zwar habe man immer betont, dass ein Neubau an bester Lage im Dorfzentrum nicht wirklich die Wunschvariante sei. «Aber aufgrund der Ausgangslage ist es gleichwohl die sinnvollste Lösung», sagte Beat Plüss im Gespräch mit unserer Zeitung. «Denn wenn wir allein schon für einen Landerwerb Millionen bezahlen müssten, wäre ein Neubau finanziell gar nicht tragbar.»

Derzeit läuft eine Machbarkeitsstudie. Diese soll aufzeigen, wie die vorhandenen gemeindeeigenen Parzellen im Dorfkern optimal genutzt werden können. «Die Studie soll auch Klarheit darüber geben, inwiefern allenfalls in einem Werkhof-Neubau auch Wohnungen erstellt werden können und ob auch die aus allen Nähten platzende Gemeindeverwaltung Raum fände.»

Man will alle Optionen ausloten

Wenn schon eine Machbarkeitsstudie, dann sollen eben im Sinne einer weitsichtigen Lösung wirklich alle Optionen ausgelotet werden, betont Beat Plüss. Die Studie werde letztlich die Basis bilden für den Antrag auf einen Planungskredit. Wann ein solcher der Gemeindeversammlung unterbreitet werden kann, sei ebenso offen wie ein ungefährer Zeitrahmen für die Realisierung des Vorhabens. «Wir werden aber sicher bis zur Herbstgemeindeversammlung gegenüber der Bevölkerung schon relativ klare Aussagen machen können, was die künftige Nutzung des Areals anbelangt.»

Roland Hügi

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch