Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

STANSSTAD: Die Rettungsaktion war leider vergebens

Eine heikle Situation verursachte gestern ein auf der A 2 gelandeter Schwan. Nach der Bergung musste er erlöst werden.
Thorsten Lichtsteiner (rechts) und ein Polizeibeamter versuchen, den Schwan von der Autobahn zu bringen. (Bild Markus von Rotz)

Thorsten Lichtsteiner (rechts) und ein Polizeibeamter versuchen, den Schwan von der Autobahn zu bringen. (Bild Markus von Rotz)

Philipp Unterschütz

«Als ich aus dem Tunnel kam, dachte ich wegen der stockenden, unübersichtlichen Verkehrssituation zuerst, es sei ein Unfall passiert», erzählt der 22-jährige Alpnacher Thorsten Lichtsteiner, der gestern kurz nach 8 Uhr Richtung Stans unterwegs war. Es sei keine ungefährliche Situation gewesen, so kurz nach dem Tunnelportal. «Als ich dann sah, dass ein Schwan auf der Autobahn war, aber die meisten Autos einfach daran vorbeifuhren, musste ich es einfach selber in die Hand nehmen.» Ein italienischer Lastwagen und ein Personenwagen blockierten den Verkehr, damit Lichtsteiner gefahrlos versuchen konnte, den Schwan auf der A 2 einzufangen, was ihm aber nicht gelang. «Kurz darauf traf auch die Polizei ein. Gemeinsam konnten wir das Tier mit einer Decke einfangen.» Der Schwan sei vermutlich in die verglasten Lärmschutzwände geflogen, er sei am Schnabel verletzt gewesen, so Lichtsteiner weiter.

Die Verletzungen waren zu schwer

Fabian Bieri, Leiter Jagd und Fischerei im Kanton Nidwalden, bestätigt, dass der Schwan von der Polizei umgehend zur Wildhut gebracht worden sei. «Ich nehme auch an, dass er in eine Verglasung geflogen ist. Sein Schnabel war gespalten, und er war auch am Flügel verletzt. Da auch die Blutung am Kopf nicht aufhörte, hatte er wohl auch innere Verletzungen und Schädelverletzungen», sagt Bieri. «Es blieb uns nichts anderes übrig, als das Tier zu erlösen.» Das sei leider praktisch bei jedem Schwan der Fall gewesen, der auf der Autobahn geborgen werden musste.

Lorenz Muhmenthaler, Leiter der Verkehrs- und Sicherheitspolizei Nidwalden, sagt, es komme eher selten vor, dass Schwäne auf Strassen für Probleme sorgten. Aber wenn es mal passiere, dann sei es immer auf der Achereggbrücke. Warum das so sei, könne man nicht erklären. Fabian Bieri vermutet, dass Windstösse über der Brücke zu plötzlichen Höhenunterschieden bei den fliegenden Schwänen führten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.