STANSSTAD: Ein Vergewaltiger muss in Gefängnis

Das Bundesgericht weist die Beschwerde eines Luzerners ab, der in Stansstad eine Frau vergewaltigt hat.

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Schuldig, entschied im Dezember 2006 das Nidwaldner Kantonsgericht und verurteilte einen heute 43-jährigen Kosovaren zu 30 Monaten Freiheitsstrafe. Das Gericht war sich einig, dass der im Kanton Luzern wohnhafte Mann im August 2003 in Kehrsiten eine geistig behinderte Frau, welche aus der gleichen Gemeinde stammt wie er, vergewaltigt hat. Schuldig, entschied im Juni vergangenen Jahres auch das Obergericht. Und schuldig entschied nun auch das Bundesgericht: Die vom Anwalt des Angeklagten eingereichte Beschwerde wird abgewiesen.

4500 Franken Gerichtskosten und 2000 Franken Entschädigung
Der Angeklagte rügte eine willkürliche Beweiswürdigung. «Er hält sich für unschuldig und sieht sich als Opfer der mit psychischen Problemen behafteten Geschädigten», steht im schriftlichen Urteil des Bundesgerichts. Dass, wie vom Gericht angeordnet, auf ein Glaubhaftigkeitsgutachten verzichtet wurde, sei falsch.

Das Bundesgericht stützte den Entscheid der Nidwaldner Justiz, auf ein Glaubhaftigkeitsgutachten zu entscheiden. Nun muss der Luzerner definitiv ins Gefängnis. Von den 30 Monaten Haft muss er «nur» 15 Monate absitzen. Seine Probezeit beträgt fünf Jahre. Zusätzlich muss er Gerichtskosten von insgesamt 4500 Franken zahlen und dem Opfer eine Entschädigung von 2000 Franken überweisen.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.