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STANSSTAD: Feuerwehrlokal bleibt Herausforderung

Die Gemeinde hat die Garnhänki als Standort für das Feuerwehrlokal geprüft. Der Kanton bietet dazu allerdings keine Hand.
Martin Uebelhart
Der Installationsplatz für die Autobahnbaustellen im Gebiet Garnhänki. (Bild Corinne Glanzmann)

Der Installationsplatz für die Autobahnbaustellen im Gebiet Garnhänki. (Bild Corinne Glanzmann)

Martin Uebelhart

Der Stansstader Gemeinderat hat das Gelände zwischen der Autobahnausfahrt und der Seerosenstrasse als möglichen Standort für ein neues Feuerwehrlokal angeschaut. Doch das Areal steht momentan nicht zur Verfügung. Wie Gemeindepräsident Beat Plüss an der Gemeindeversammlung vorletzte Woche mitgeteilt hat, habe der Kanton als Besitzer des Grundstücks eine entsprechende Anfrage Stansstads abschlägig beantwortet. «Wir wollten einen Teil der rund 7500 Quadratmeter für ein neues Feuerwehrgebäude und den Werkhof der Gemeinde nutzen», sagt Plüss auf Anfrage. Hintergrund der Standortsuche: Das heutige Feuerwehrlokal an der Dorfstrasse entspricht nicht mehr den Anforderungen und ist zudem baufällig. In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde rund 25 Standorte geprüft. Unter anderem auch eine Parzelle der Kirchgemeinde, doch hat diese Ende 2015 beschlossen, dort kein Feuerwehrlokal zu wollen.

Bessere Nutzungen vorstellbar

«Natürlich ist auch ein Neubau am heutigen Standort denkbar», räumt Plüss ein. Doch sei es kaum sinnvoll, diese Einrichtungen an bester Lage in der Kernzone mitten im Dorf zu belassen. Der Gemeinderat könnte sich dafür bessere Nutzungen vorstellen: «Zum Beispiel ein Wohnhaus, allenfalls auch mit Ladengeschäften. So könnten wir das Dorf noch ein wenig beleben.» Ein Feuerwehrlokal in der Garnhänki hätte nach Plüss’ Ansicht den weiteren Vorteil, dass die Lärmimmissionen an die Peripherie des Dorfes verschoben würden. «Wenn heute die Feuerwehr morgens um 3 Uhr ausrückt, ist das für die Anwohner nicht eben angenehm», hält er fest.

Stansstad braucht nicht zuletzt auch deshalb eine eigene Lösung für ein Feuerwehrlokal, weil sich die Bevölkerung nach einem emotionalen Abstimmungskampf im Mai 2011 gegen eine Fusion mit der Stanser Feuerwehr ausgesprochen hatte. «Ein erneuter Anlauf für eine Fusion ist jedoch für den Gemeinderat kein Thema», sagte Beat Plüss nach dem Nein der Kirchgemeinde. «Das Thema Fusion würden wir nur angehen, wenn wir von den Bürgern einen klaren Auftrag dafür erhalten würden.» An dieser Haltung habe sich seither nichts geändert.

Gemeinderat diskutiert an Klausur

Die Standortsuche werde immer schwieriger, sagt Plüss. Der Gemeinderat werde sich nächstens an einer Klausur mit der Standortfrage auseinandersetzen.

Der Kanton Nidwalden will das Land zum heutigen Zeitpunkt nicht aus der Hand geben, wie Baudirektor Hans Wicki im Gespräch mit unserer Zeitung festhält. Derzeit ist dort ein Installationsplatz für die Autobahnbaustellen eingerichtet. «Der Kanton hat nur wenige eigene Landflächen. Wenn wir dereinst für ­neuerliche Autobahnsanierungen wieder Platz brauchen, ist dieses Areal einer der vorgesehenen Plätze», so Wicki.

Die Nachricht aus der Baudirektion hat bei der Gemeinde keine Freude ausgelöst. «Wir werden uns dagegen wehren, dass auch künftig solche Installationsplätze in Stansstad entstehen sollen», betonte Beat Plüss an der Gemeindeversammlung.

Pavillon kommt früher weg

Stansstad mu. In der Garnhänki steht heute zwischen Seerosenstrasse und dem Ufer des Alpnachersees ein Pavillon. Dieser war in Zusammenhang mit dem Bau des Kirchenwaldtunnels erstellt worden. Laut Angaben des Bundesamts für Strassen (Astra) waren dort Unterkünfte der Tunnelbauer, die Baubüros und der Infopavillon mit Parkplätzen untergebracht.

An der Gemeindeversammlung von vorletzter Woche informierte Gemeindepräsident Beat Plüss, dass das Gebäude im Sommer 2017 zurückgebaut werde. Das Astra hatte ursprünglich Überlegungen angestellt, die Garnhänki über den vereinbarten Termin von Mitte 2017 bis etwa 2020 als Baubüro zu nutzen. Nach eingehender Prüfung und nach Rücksprache mit dem Kanton habe sich jedoch gezeigt, dass das Astra für die anstehenden Projekte andere Lösungen finden werde, hält das Bundesamt auf Anfrage fest.

Laut Plüss soll das Gelände anschliessend renaturiert und Fuss- sowie Veloweg ergänzt werden. Auch Bänke sollen hingestellt werden. «Es soll ein kleines Naherholungsgebiet entstehen», sagt Plüss. Das sei auch so im Zonenplan vorgesehen. Ob in einer zweiten Phase vielleicht noch eine Boccia-Bahn oder etwas Ähnliches erstellt werde, stehe heute noch nicht fest.

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