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STANSSTAD: Gemeinde will Solarzellen

Nach dem EWN-Nein sucht die Gemeinde nun einen alternativen Investor für die Solaranlage. Die Zeichen stehen offenbar nicht schlecht.
Matthias Piazza
Gemeinderat René Küchler vor dem Autobahndach, dem möglichen Platz für eine Solaranlage. (Bild Corinne Glanzmann)

Gemeinderat René Küchler vor dem Autobahndach, dem möglichen Platz für eine Solaranlage. (Bild Corinne Glanzmann)

Matthias Piazza

Der Bericht in unserer Zeitung vom vergangenen Freitag, wonach das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) das Projekt für den Bau einer Solaranlage auf dem Autobahndach in Stansstad auf Eis legt, löste in Facebook zahlreiche Reak­tionen aus – Bedauern wie auch Verständnis. Vor allem der Beitrag des Stansstader Gemeinderats René Küchler liess aufhorchen. Man prüfe Alternativen, liess er verlauten.

Die Frage, ob auf der A 2 dereinst trotzdem eine Fotovoltaikanlage gebaut wird, konnte er nicht konkret beantworten. Aber definitiv begraben will er das Projekt nicht, das vor rund fünf Jahren auf Initiative der Gemeinde angestossen wurde. «Als Energiestadt wollen wir alternative Energie fördern und klopften darum beim EWN an.» Ohne allerdings auf offene Türen zu stossen. «Solarzellen nützen uns für die Versorgungssicherheit nichts», begründete EWN-Direktor Christian Bircher gegenüber unserer Zeitung am 6. Mai den Übungsabbruch. Solarzellen eigneten sich vor allem bei Ein- und Mehrfamilienhäusern für die private Stromversorgung.

Gemeinde von der Idee überzeugt

René Küchler will die Haltung des EWN nicht weiter kommentieren, das Projekt deswegen aber auch nicht beerdigen. Doch klar ist für ihn, dass die Gemeinde die Fotovoltaikanlage nicht selber realisieren werde. «Wir können und wollen nicht mit Steuergeldern Anlagen dieser Dimension bauen. Das würde der Bürger wohl nicht unterstützen», ist er überzeugt. Die Rede ist von Kosten von rund einer Million Franken.

Man könnte die Anlage für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) anmelden. Dann würde der Bund die Differenz zwischen Investitionskosten und dem Erlös des produzierten Stromes übernehmen. Doch die Wartezeit sei lange und der Zug dafür wohl leider abgefahren. Er bedauert, dass das EWN damals bei der Prüfung das Projekt nicht sofort angemeldet hat.

Gespräch mit potenziellem Investor

Die Suche nach alternativen Investoren läuft nun weiter. Die Tatsache, dass nicht die Gemeinde Stansstad, sondern das Bundesamt für Strassen (Astra) Grundeigentümerin der Lärmschutzgalerie ist, mache das Vorhaben nochmals komplexer. Mittlerweile sei man mit einem potenziellen Investor im Gespräch, liess Küchler durchblicken, ohne Namen nennen zu wollen.

Die Idee wäre, dass auf einer Länge von 400 Metern und einer Breite von 40 Metern auf dem Dach der A-2-Lärmschutzgalerie Solarpanels gebaut würden – mit einer Leistung von etwa 195 000 Kilowattstunden jährlich, was genug wäre, um etwa 50 Haushaltungen mit Strom zu versorgen.

Eigenbedarf aus Sonnenstrom

Um dem Namen Energiestadt gerecht zu werden, kann sich René Küchler vorstellen, dass die Gemeinde den Eigenbedarf dereinst von der Fotovoltaikanlage bezieht – dann zwar wohl etwas teurer, aber dafür nachhaltig und «made in Stansstad». Aktuell stammt die elektrische Energie für die öffentlichen Anlagen der Gemeinde Stansstad – unter anderem Verwaltung, Schulhäuser, Strassenbeleuchtung, Strandbad und zahlreiche Pumpwerke – zu 100 Prozent von den Nidwaldner Wasserkraftwerken. Der bewusste Verzicht auf günstigen Atomstrom sei dem Gemeinderat Stansstad ein grosses Anliegen.

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