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STANSSTAD: Grösste Solaranlage wird gebaut

In Nidwalden geht eine weitere Solaranlage ans Netz. Sie deckt als derzeit grösste im Kanton den Strombedarf von 200 Haushalten. Bis das Projekt startklar war, musste die Gemeinde viele Hürden überwinden.
Matthias Piazza
Solaranlage auf einem Scheunendach in Ruswil. (Symbolbild Archiv/Neue LZ)

Solaranlage auf einem Scheunendach in Ruswil. (Symbolbild Archiv/Neue LZ)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Ursprünglich prüfte das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) auf Anfrage der Gemeinde Stans­stad, eine Solaranlage auf der A2-Lärmschutzgalerie in Stansstad zu bauen. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hatte beim Bau jener Galerie, welche 2011 in Betrieb ging, die Statik auf eine Fotovoltaik-Anlage ausgelegt. Doch das EWN legte die Pläne auf Eis, da Solarzellen für die Versorgungssicherheit nichts nützen würden, lautete die Begründung der EWN-Spitze damals.

Die Gemeinde Stansstad, eine der Schweizer Energiestädte, wollte das Projekt jedoch nicht aufgeben. Auf ihre Initiative hin schrieb das Astra das Projekt aus, worauf sich mehrere Interessenten meldeten. Den Zuschlag bekam Walter Odermatt mit seiner Alpnach-Sonnenstrom AG, die die Anlage baut. Die Firma mietet nicht nur in Stansstad, sondern auch an andern Standorten in den Kantonen Obwalden, Nidwalden und Luzern Flächen für Solarzellen, deren Strom ins öffentliche Netz eingespiesen wird.

Strom für einen Sechstel der Bevölkerung

Die rund 3200 Solarpanels sind auf dem etwa 5300 Quadratmeter grossen Autobahndach schon montiert. In wenigen Tagen sollten sie am Netz angeschlossen sein und in Betrieb gehen. Mit einer durchschnittlichen Leistung von 750 000 Kilowattstunden pro Jahr liefert die 1,4 Millionen Franken teure Anlage genug Strom, um 200 Vierpersonen-Haushalte beliefern zu können, was etwa einem Sechstel der Stansstader Bevölkerung entspricht, wie Projektleiter Stephan Roth von der Firma BE Netz AG in Ebikon auf Anfrage sagt. Diese Firma projektierte die Anlage und führte die Ausschreibung durch. «Der Standort auf dem Autobahndach ist ideal für eine Solaranlage.» Mit ihrer Leistung stösst sie die Solaranlage auf dem Dach des Stanser Länderparks vom Thron. Jene war seit ihrer Inbetriebnahme im Jahre 2010 bis jetzt die grösste im Kanton Nidwalden. 2012 produzierte sie 580 000 Kilowattstunden.

Unterstützt wird die Stansstader Anlage vom Bund über die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) mit 13,7 Rappen pro Kilowattstunde. Diese KEV entschädigt Produzenten von Strom aus Wind-, Kleinwasserkraft, Biomasse, Fotovoltaik oder Geothermie mit einem garantierten Vergütungstarif über 20 Jahre für den ins Netz eingespeisten Strom.

Freude, dass es trotzdem noch geklappt hat

«Es freut mich sehr, dass es nach jahrelangen Bemühungen nun mit der Realisierung der Fotovoltaik-Anlage geklappt hat», sagt der Stansstader Gemeinderat René Küchler auf Anfrage unserer Zeitung. «Als Energiestadt kann es nicht verkehrt sein, das Autobahndach zur Stromerzeugung zu nutzen, nachdem die Stansstader andere Projekte wie Grünflächen oder Spielplätze verworfen haben», begründet er die Initiative für die Realisierung der zurzeit grössten Solaranlage in Nidwalden. Mit dem Autobahndach wolle man es aber nicht bewenden lassen. René Küchler kann sich künftig Solarzellen auch auf öffentlichen Gebäuden der Gemeinde, beispielsweise auf Schulhausdächern oder dem Garderobengebäude des Strandbades, vorstellen.

Lange jedoch wird die neue Anlage in Stansstad nicht den ersten Platz im Kanton Nidwalden für sich beanspruchen können. Die Pilatus-Flugzeugwerke bauen eine Fotovoltaik-Anlage, die mit einer Jahresleistung von einer Megawattstunde rund einen Fünftel mehr Strom liefern wird als jene in Stansstad.

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