STANSSTAD: Heimtückische Köder gefährden Hunde

Hundehasser legen Gift-Köder aus. Als Herrchen oder Frauchen ist man dem perfiden Tun aber nicht hilflos ausgeliefert.

Matthias Piazza
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Tafeln beim Seerosenweg in Stansstad warnen vor Gift-Ködern. (Bild Corinne Glanzmann)

Tafeln beim Seerosenweg in Stansstad warnen vor Gift-Ködern. (Bild Corinne Glanzmann)

«In Stansstad am Seerosenweg wurden letzte Woche Giftköder ausgelegt», meldet eine Userin auf «Gift-Köder-Alarm» – einer Facebook-Gruppe mit über 1200 Mitgliedern. Darin informieren Mitglieder einander über Gift-Köder. Die Kantonspolizei Nidwalden bestätigt auf Anfrage, dass wegen eines vergifteten Hundes in Stansstad eine Anzeige am 23. Oktober gegen Unbekannt eingegangen ist. Die Kantonspolizei ermittelt bezüglich Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz.

Gemeinde Stansstad handelte

«Hundehalter meldeten uns, dass Gift-Köder auf dem Seerosenweg ausgelegt wurden. Es gab schon Fälle von vergifteten Hunden», bestätigt Stefan Seiler Geschäftsführer und Gemeindeschreiber von Stansstad. Darum habe man gehandelt. Nun warnen an drei verschiedenen Standorten des Seerosenweges Schilder die Hundehalter vor Gift-Ködern.

Doch hilflos sei man als Hundehaltern solchen perfiden Giftattacken nicht, sagt Heinz Urech, Präsident von Hundesport Unterwalden. «Man kann Hunde dazu erziehen, dass sie nichts vom Boden fressen, auch wenn das nicht bei allen Rassen gleich einfach sei. Das wird mittlerweile auch in den Hundeausbildungskursen gelehrt.» Wer einen solchen Gift-Köder, der meist als Wurst oder Fleischstück getarnt sei, entdecke, soll ihn zur genaueren Untersuchung, ob es sich wirklich um einen Gift-Köder handle, der Polizei oder einem Tierarzt übergeben.