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STANSSTAD: Kobeli und s Meiti dürfen bleiben

Aufgrund neuer Normen im Tierschutz musste das Ara-Gehege in der Voliere Stansstad erweitert werden. Ihre Bewohner freuen sich aus einem speziellen Grund auf morgen.
Andrea Waser
Die beiden Aras Kobeli und s Meiti. (Bild: Andrea Waser / NZ (Stansstad, 29. März 2017))

Die beiden Aras Kobeli und s Meiti. (Bild: Andrea Waser / NZ (Stansstad, 29. März 2017))

Andrea Waser

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch


Haben Sie schon einmal etwas von einem Turako, Pfirsichköpfchen oder Balistar gehört? Vermuten Sie dahinter vielleicht eine Feriendestination oder ein feines Dessert? Falsch geraten. Bei diesen klangvollen Namen handelt es sich um exotische Vogelarten, welche nebst Aras, Kakadus, verschiedenen Grosssittichen und anderen Exoten in der Voliere Stansstad anzutreffen sind.

Seit nun bereits 35 Jahren führt Familie Bossert in ihrer Freizeit mit viel Herzblut und Enthusiasmus die in Seenähe gelegene Voliere, mit dazugehörendem Spielplatz. Keine Selbstverständlichkeit, müssen die Vögel doch täglich gefüttert, die Gehege wöchentlich gereinigt, die Anlage gepflegt und unterhalten werden. Anfänglich wurden diese Aufgaben vom Ehepaar Hans und Esther Bossert gemeinsam wahrgenommen. Als Hans Bos­sert im Jahr 2012 verstarb, war das Weiterbestehen der Voliere vorerst ungewiss. Sohn Cederic Messerli entschloss sich dann, mit Hilfe seiner Mutter Esther und Schwester Sandra, das Lebenswerk seines Vaters weiterzuführen. Unterstützt werden sie dabei vom Volierenverein Stansstad, der von Cederic präsidiert wird und in dem auch seine Schwester Sandra im Vorstand Einsitz hat.

Neue Vorschriften stellten Familie vor Problem

Die Familie legt grossen Wert auf eine gesunde Ernährung der Vögel und saubere, gepflegte Gehege, sodass bei den jährlichen Kontrollen durch den Kantonstierarzt nie Anlass für Beanstandungen bestand. Die neuen Normen des Tierschutzes stellte die tierliebe Familie im vergangenen Jahr jedoch vor ein grosses Problem. Laut der neuen Verordnung muss jetzt pro Ara-Paar ein Gehege von 10 Quadratmeter, beziehungsweise 30 Kubikmeter, zur Verfügung gestellt werden.

Die örtlichen Begebenheiten der Voliere, in der bis anhin vier Aras ihr Zuhause hatten, liessen jedoch nur einen begrenzten Um-/Anbau zu. Die Option, alle vier Papageien wegzugeben, kam für die Familie jedoch nicht in Frage: «In eine Voliere gehören einfach Aras», erklärt Esther Bossert. Nach einigen Diskussionen entschloss sich die Familie, eines der beiden Ara-Paare wegzugeben. So stand dem Bau eines grösseren Geheges für die beiden verbleibenden Aras Kobeli und s Meiti, wie sie von Esther Bos­sert liebevoll genannt werden, nichts mehr im Wege.

Umbau in den Wintermonaten

Im Verlaufe des vergangenen Winters wurde dann der aufwendige Anbau des Papageiengeheges in Angriff genommen und konnte vor kurzem abgeschlossen werden. Dank der Unterstützung der am Umbau beteiligten Firmen, viel Eigenarbeit durch den gelernten Landschaftsgärtner Cederic und unzähligen Stunden Fronarbeit treuer Helfer kann das Projekt mit etwa 50000 Franken abgerechnet werden. Der Volierenverein Stansstad finanziert sich unter anderem mit Hilfe von Mitglieder- und Gönnerbeiträgen, Patronaten, Patenschaften und Legaten, und die Familie hofft, dass die Voliere auch in Zukunft schuldenfrei betrieben werden kann.

Die beiden stolzen Aras, die übrigens 90 Jahre alt werden können, dürfte der ganze Rummel um sie allerdings wenig kümmern. Für sie zählt im Moment nur eines: dass sie diesen Samstag endlich das neue Aussengehege in Beschlag nehmen und mit lautem Krächzen den Frühling begrüssen können!

«In eine Voliere gehören einfach Aras.» Esther Bossert, Betreuerin Voliere (Bild: Andrea Waser / NZ (Stansstad, 29. März 2017))

«In eine Voliere gehören einfach Aras.» Esther Bossert, Betreuerin Voliere (Bild: Andrea Waser / NZ (Stansstad, 29. März 2017))

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