Stansstad
Neuer Kreisel Schürmatt: Volk kann bei der Gestaltung des Kreiselinnern mitbestimmen

Mit der Realisierung des Kreisels und dem Ausbau der Bürgenstockstrasse hat die Gemeinde Stansstad auch eine neue Altstoffsammelstelle geschaffen.

Matthias Piazza
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Die neue Altstoffsammelstelle an der Bürgenstockstrasse.

Die neue Altstoffsammelstelle an der Bürgenstockstrasse.

Bild: Matthias Piazza (Stansstad, 11. Oktober 2021)

Papier, Karton, Glas, Blechdosen oder Alu: Wer solche Abfälle separat entsorgt, handelt nicht nur ökologisch, sondern schont auch sein Portemonnaie, wenn der Gebührensack dadurch nicht so schnell voll wird. Seit Anfang Monat können die Stansstader ihre Altstoffe an der neuen Sammelstelle beim Beginn der Steigung der Bürgenstockstrasse entsorgen. Die moderne, lautlose und behindertengerechte Entsorgungsstelle mit Unterflurcontainern kommt gemäss Gemeindepräsident Beat Plüss an.

«Die ersten Rückmeldungen von Bürgern sind durchwegs positiv. Damit ist ein langersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen», sagt Plüss. Auch der Kreditrahmen von 750'000 Franken, dem die Stansstader am 28. Juni vergangenen Jahres an der Urne zustimmten, habe eingehalten werden können. Damit endet auch die Zeit des provisorischen Standorts an der Dorfstrasse. Dorthin zügelte die Sammelstelle, als sie wegen des Baus der Alterssiedlung Riedsunnä beim Bahnhof weg musste.

Höhere Verkehrssicherheit

Die neue Sammelstelle steht im Zusammenhang mit einem grossen Verkehrsprojekt des Kantons. Dieser hat für 1,85 Millionen Franken den fünfarmigen Kreisel Schürmatt mit einem Durchmesser von 32 Metern realisiert, wovon 60 Prozent der Kanton und je 20 Prozent die Gemeinde sowie die Verantwortlichen der Überbauung Schürmatt übernommen haben.

Der fünfarmige Kreisel Schürmatt.

Der fünfarmige Kreisel Schürmatt.

Bild: Matthias Piazza (Stansstad, 11. Oktober 2021)

Zuvor hatten die Autofahrer vom Bürgenstock her keinen Vortritt bei der Einfahrt in die Stanserstrasse, nun sind sie den anderen Verkehrsteilnehmern gleichgestellt. Zudem ist die Bürgenstockstrasse bis zur Steigung Sommerweid ausgebaut worden, die Fahrbahn wurde von 5 auf 6,1 Meter verbreitert. Zudem gibt es nun ein zwei Meter breites Trottoir zwischen der Einmündung Zielmatte bis zur Sammelstelle. Die Fussgängerüberquerungen haben Inseln bekommen, die Postautohaltestellen wurden behindertengerecht ausgestaltet.

150'000 Franken für Kreiselschmuck

An den Kosten von 1,65 Millionen Franken haben sich der Kanton mit 72,5 Prozent und die Gemeinde mit 27,5 Prozent beteiligt. Im kommenden Sommer wird noch ein lärmarmer Deckbelag bei der Bürgenstockstrasse eingebaut. Beat Plüss spricht von einer spürbaren Verbesserung: «Mit dem Kreisel und der breiteren Bürgenstockstrasse wurde die Verkehrssicherheit massiv erhöht.»

Als krönenden Abschluss darf die Gemeinde nun das Innere des Kreisels gestalten. «Wir lancieren einen Ideenwettbewerb», sagt dazu Gemeindepräsident Plüss. Für den Kreiselschmuck beantragt der Gemeinderat an der kommenden Gemeindeversammlung 150'000 Franken.

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